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Kantonalbanken spüren die Finanzkrise

Die 24 Kantonalbanken erzielten ein Fünftel weniger Gewinn als im Vorjahr. Schlecht lief insbesondere der Handel an den Finanzmärkten.

Der addierte Bruttogewinn nahm um 21,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken ab. Nach Abzug der Abschreibungen und Wertberichtigungen belief sich das Zwischenergebnis auf 1,5 Milliarden Franken (-28,2 Prozent).

Das Zinsgeschäft blieb mit einem Anteil von 66 Prozent am Betriebsertrag weiterhin der wichtigste Ertragspfeiler der in erster Linie regional ausgerichteten Banken. Dessen Erfolgsbeitrag stieg um 2,4 Prozent auf 2,7 Milliarden Franken.

Erwartungen unter letztem Jahr

Schlecht lief es hingegen an den Finanzmärkten. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft brach hingegen um 73,9 Prozent auf 134,6 Millionen Franken ein. Laut dem Verband der Kantonalbanken ist dies ein direktes Spiegelbild der schlechten Stimmung an den Finanzmärkten.

Für das Gesamtjahr rechnen die Kantonalbanken damit, dass sie das Rekordniveau des Vorjahres nicht erreichen. Das Umfeld bleibe weiterhin anspruchsvoll.

«Kleine Banken könnten profitieren»

Doch gerade kleinere Banken könnten von der Finanzkrise auch profitieren, weil bei den Grossbanken Kunden abwandern.

«Die Kantonalbank-Attribute Sicherheit, Tradition und persönliche Nähe werden im derzeitigen Marktumfeld besonders geschätzt», schreibt der Kantonalbankenverband. Dies sei zwar noch nicht erfolgswirksam, aber eine wertvolle Voraussetzung für eine langfristig orientierte Kundenbindung.

SDA/oku

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