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«Jedes Land ist frei, über den Mindeststandard hinauszugehen»

Der Finanzmarktaufsicht dauern die Übergangsfristen zur strengeren Kapitalregelung zu lange. Die Finma kündigt an, wie sie über die internationalen Mindeststandards hinausgehen will.

Die Schweizer Banken befürchten strengere Regeln für ihre Geschäfte: Paradeplatz in Zürich.
Die Schweizer Banken befürchten strengere Regeln für ihre Geschäfte: Paradeplatz in Zürich.
Keystone

«Vorrang hat die Erreichung ambitiöser Ziele im Endzustand», begründet Daniel Zuberbühler, Vizepräsident der Finanzmarktaufsicht (Finma) die Position der Schweiz in den Verhandlungen zu den Kapital- und Liquiditätsanforderungen für von Basel III. Doch die langen Übergangsfristen für das neue Regelwerk bis spätestens 2019 sind Zuberbühler ein Dorn im Auge. «Nicht nur wir, sondern viele andere Chefs hatten den Eindruck, der vom Basler Ausschuss vorgelegte Kompromissvorschlag habe allzu lange Fristen», sagt Zuberbühler zum «Sonntag».

Übergangsfristen seien notwendig, sie müssten aber glaubwürdig sein und dürfen laut Zuberbühler nicht so lange dauern, bis sich die nächste Krise ereigne. Trotzdem gelang es nicht, sich gegenüber Japan, Deutschland und Frankreich noch mehr durchzusetzen. Laut Zuberbühler will die Finma jetzt wenigstens erreichen, dass die vom Basler Ausschuss schon 2009 beschlossenen Eigenmittelerhöhungen für den Börsenhandel und die Verbriefungen in der Schweiz schon ab 1. Januar 2011 gelten. International ist als Termin Ende 2011 vorgesehen.

Über internationale Mindeststandards hinausgehen

Zudem erwartet Zuberbühler, dass die Schweizer Regeln über den internationalen Mindeststandard hinausgehen. «Jedes Land ist frei, über den in Basel vereinbarten, internationalen Mindeststandard hinauszugehen. Insbesondere ist auch international anerkannt, dass systemrelevante Banken mehr verlustabsorbierendes Kapital als andere Banken haben müssen», sagt Zuberbühler.

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