Zum Hauptinhalt springen

Italiens Winkelzüge gegen die Schweiz

Die Steuerflucht aus Italien in die Schweiz hält an. Trotzdem will Finanzminister Tremonti nicht über den Informationsaustausch auf Anfrage verhandeln. Um die Abwanderung von Firmen zu verhindern?

René Lenzin
Kampf gegen Steuerflucht: Ein Beamter der Finanzpolizei installiert am Zoll in Chiasso eine Überwachungskamera.
Kampf gegen Steuerflucht: Ein Beamter der Finanzpolizei installiert am Zoll in Chiasso eine Überwachungskamera.
Keystone

Auch die dritte italienische Steueramnestie in wenigen Jahren hat die Steuerflucht in die Schweiz nicht gestoppt. Darauf lässt der Jahresbericht 2010 der italienischen Finanzpolizei Guardia di Finanza (GdF) schliessen. Man habe im letzten Jahr internationale Steuerhinterziehung im Umfang von 10,5 Milliarden Euro aufgedeckt, davon gut die Hälfte auf Konten in der Schweiz und Luxemburg, heisst es dort. Mehr Details lieferten die GdF-Leute in der Grenzregion Como. 2010 haben sie insgesamt 615 Personen angehalten, die mehr als die erlaubten 10'000 Euro bar über die Grenze schmuggelten oder entsprechende Bankbelege auf sich trugen. Auf 87 Millionen Euro belief sich die Summe nicht deklarierter Noten und Wertpapiere im «kleinen Grenzverkehr».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen