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Isländer protestieren gegen Folgen der Finanzkrise

Rund 6000 Isländer haben am Samstag in der Hauptstadt Reykjavik ihrem Ärger über die Folgen der Finanzkrise Luft gemacht.

Teilnehmer der Versammlung warfen Tomaten, Eier und Toilettenpapier auf das Parlamentsgebäude «Althing».

Für Island mit seinen insgesamt 320 000 Einwohnern war dies eine ungewöhnlich hohe Zahl von Menschen für Protestaktionen auf der Strasse. Redner verlangten den Rücktritt von Ministerpräsident Geir Haarde und vorgezogene Wahlen.

Island ist nach dem Zusammenbruch der drei grössten Banken von einem Staatsbankrott bedroht. Die Bürger haben mit einer Inflationsrate von 15 Prozent, Leitzinsen von 18 Prozent und einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zu kämpfen.

Wichtigster Auslöser der Krise war die über Jahre betriebene aggressive internationale Expansion der heimischen Banken mit Hilfe von gewagten Krediten. Die Staatsfinanzen können nur noch durch Hilfskredite von aussen, darunter des Internationalen Währungsfonds (IWF) gesichert werden.

SDA/bru

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