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Insider-Vorwurf gegen Schweizer Firmen

Die US-Börsenaufsicht SEC hat ein Verfahren wegen Insider-Handels gegen drei Firmen aus der Schweiz eingeleitet. Hintergrund ist die Übernahme von Arch Chemicals durch den Lonza-Konzern.

Die Schweizer Unternehmen sollen durch Insiderwissen zu Millionengewinnen gekommen sein: Der Lonza-Hauptsitz in Basel.
Die Schweizer Unternehmen sollen durch Insiderwissen zu Millionengewinnen gekommen sein: Der Lonza-Hauptsitz in Basel.
Keystone

Die SEC wirft den Unternehmen Chartwell Asset Management Services, Compania Internacional Financiera (CIF) und Coudree Capital Gestion vor, durch den Kauf von Arch-Aktien im Vorfeld der Bekanntgabe einen Gewinn in Höhe von mehreren Millionen Dollar eingestrichen zu haben. Die «hoch profitablen und verdächtigen» Aktienkäufe der drei Firmen hätten auf nicht öffentlich zugänglichen Informationen im Zusammenhang mit der Übernahme basiert.

Chartwell wollte sich nicht zu den Vorwürfen äussern. Ein Anwalt von CIF und Coudree sagte, die Firmen würden sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen. Arch wollte sich nicht äussern. Von Lonza war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die SEC verlangt, dass die Vermögen der drei Firmen eingefroren werden, Gewinne aus den Käufen zurückbezahlt und darüber hinaus Strafen gezahlt werden.

Aus der Klageschrift geht hervor, dass Compania Internacional Financiera und Coudree Capital Gestion im Besitz eines Türken mit Wohnsitz in Genf sind: Yomi Rodrig. Eine erste Anhörung ist für den 25. Juli angesetzt. Die Arch-Aktien waren zwischen dem 1. und dem 8. Juli um mehr als 21 Prozent auf 42,17 Dollar hochgeschnellt. Lonza hatte die rund 1,4 Milliarden Dollar schwere Übernahme am 11. Juli bekanntgegeben.

SDA/wid

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