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Im Flugzeug wird es bald noch enger

Airbus und Boeing bauen in neuen Flugzeugen mehr Sitze ein als zunächst geplant. Die Mehreinnahmen für die Fluggesellschaften sind beträchtlich.

Konflikt programmiert? Ein Passagier schaut in einem Airbus A319 der Swiss hinter sich. (12. April 2013)
Konflikt programmiert? Ein Passagier schaut in einem Airbus A319 der Swiss hinter sich. (12. April 2013)
Keystone

Angesichts des Booms in der Economy-Klasse will der Flugzeugbauer Airbus seinen Kunden eine grössere Vielfalt bei den Sitzreihen anbieten. So wird etwa die Kapazität des A380 erhöht. Wie ein Blog des «Wall Street Journal» berichtete, wird das Flaggschiff des Flugzeugherstellers neu mit 544 statt wie bisher mit 525 Plätzen angeboten.

Die maximale Passagierzahl beim A320neo, der Ende 2016 erhältlich sein wird, soll 195 statt der bisher geplanten 180 betragen. Und ein A330 könnte neu mit neun Sitzen pro Reihe ausgeliefert werden statt wie bislang mit bis zu acht.

Auf Wunsch der Fluggesellschaften

Darauf reagiert Konkurrent Boeing: So wird die neue Boeing 737 MAX, die ab 2017 verkauft wird, neben der Standardvariante mit 189 Sitzen auch in einer Ausgabe mit 200 Sitzen erhältlich sein – auf Wunsch der Billigfluglinie Ryanair.

Airbus-Marketingchef Chris Emerson bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass die grösseren Kapazitäten einem Kundenbedürfnis entsprächen – besonders für Kunden in Asien, wo die Airlines mit sehr preissensiblen Passagieren konfrontiert seien.

«Neuer Preiskrieg»

Ryanair-CEO Michael O'Leary sprach im britischen «Mirror» von einem «neuen Preiskrieg in Europa». Dank der zusätzlichen Sitze können die Einnahmen um rund eine Million Franken pro Jahr steigen, rechnete er – pro Flugzeug.

Die Beinfreiheit für die Passagiere wird durch die neuen Sitzordnungen bestimmt nicht grösser. Verschiedene Fluggesellschaften haben den Raum zu den Vordersitzen bereits um mehrere Zentimeter verkleinert. Auch Toiletten wurden bereits kleiner.

Ryanair teilte mit, der für die zusätzlichen Sitze benötigte Platz werde nicht nur beim Raum für die Beine eingespart. So könnten etwa auch die Gänge schmaler gemacht werden.

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