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Groupon wagt sich an die Börse

Der Internet-Gutscheindienst will an die Börse und damit 750 Millionen Dollar erzielen. Noch ist das Unternehmen aber nicht in der Gewinnzone.

Hofft auf den grossen Geldsegen: Das US-Internetunternehmen Groupon.
Hofft auf den grossen Geldsegen: Das US-Internetunternehmen Groupon.
Keystone

Einer der grössten Börsengänge des Jahres steht unmittelbar vor der Tür: Das boomende US-Schnäppchen-Portal Groupon macht sich den Appetit der Anleger auf Internetfirmen zunutze und will in einem ersten Schritt 750 Millionen Dollar bei Investoren einsammeln.

Ein Datum für den Gang an die Börse und der Stückpreis der Aktien stehe jedoch noch nicht fest, teilte Groupon in Chicago mit. Mit dem Schritt war schon seit Monaten gerechnet worden. Groupon ist eine der am schnellsten wachsenden Internetfirmen überhaupt und ist auch in der Schweiz aktiv. Die Website bringt Nutzer zusammen, die am Kauf bestimmter Produkte oder Dienstleistungen interessiert sind, und sichert ihnen damit Rabatte bei Händlern oder Herstellern.

Groupon selbst kassiert dafür eine Provision. Das Geschäftsmodell ist so erfolgreich, dass sich immer mehr Nachahmer finden, unter anderem Google mit seinem geplanten Dienst «Google Offer».

Milliardenwert

Im Dezember erst hatte das im November 2008 gegründete Unternehmen ein Übernahmeangebot von Google im Wert von sechs Milliarden Dollar abgelehnt. Im April machten Mutmassungen die Runde, Groupon könnte bei einem Börsengang mit 15 bis 20 Milliarden Dollar bewertet werden.

Die Unterlagen geben auch einen ersten Einblick in die Finanzlage von Groupon. Die Firma machte demnach im ersten Quartal einen Umsatz von 645 Millionen Dollar nach 3,3 Millionen Dollar im gleichen Quartal vor zwei Jahren. Gleichzeitig schrieb das Unternehmen im ersten Quartal einen Nettoverlust von 146 Millionen US-Dollar. Groupon hat demnach derzeit 83 Million Abonnenten.

Appetit auf Internetfirmen

Die Anleger reissen sich derzeit um Internetfirmen. So war die Aktie des beruflichen Online-Netzwerks LinkedIn an ihrem ersten Tag an der Börse wie eine Rakete abgegangen und hatte ihren Wert in der Spitze fast verdreifacht. Die junge Firma LinkedIn hat mit aktuell 7,5 Milliarden Dollar einen Wert wie so mancher Grosskonzern.

Neben Groupon stehen auch noch andere Internetfirmen für eine Notierung in den Startlöchern. Dazu zählen Facebook und Twitter.

SDA/jak

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