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Grossrazzia bei der Bank Sarasin – im Auftrag der Deutschen

Schweizer Strafverfolger durchsuchten gestern über 20 Büros und Wohnungen. Der Anstoss dafür kam aus Deutschland. Eine Schweiz, die kooperiert – für deutsche Fahnder ein Novum.

Von Thomas Knellwolf, Klaus Ott und Mario Stäuble
Eine Razzia fand gestern auch am Hauptsitz der Bank J. Safra Sarasin in Basel statt. Foto: Ruben Sprich (Reuters)
Eine Razzia fand gestern auch am Hauptsitz der Bank J. Safra Sarasin in Basel statt. Foto: Ruben Sprich (Reuters)

Der Durchsuchungsbefehl, den am Donnerstagmorgen zahlreiche Banker und Juristen in Basel, Zürich und anderswo präsentiert bekamen, enthielt einen sehr ungewöhnlichen Hinweis. Die Verdächtigen konnten dort nachlesen, dass in Deutschland gegen sie ermittelt und im Wege der Rechtshilfe nunmehr auch in der Schweiz nach Beweisen gefahndet werde. Vor wenigen Wochen war eine Kölner Staatsanwältin in der Schweiz gewesen, um die Aktion vorzubereiten. Die hiesigen Behörden waren mit dem Zugriff einverstanden und leisteten die erbetene Amtshilfe. Einige der Beschuldigten dürften ziemlich erstaunt gewesen sein. Eine Razzia bei Bankern in der Schweiz wegen eines deutschen Steuerfalls, das hat es bislang so nicht gegeben. «Das ist ein Novum», sagt ein Steuerfahnder aus Deutschland.

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