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Grosser Jobabbau bei der Bank of America

Die amerikanische Grossbank baut im laufenden Quartal weitere 3500 Stellen ab. Und das könnte nur ein erster Vorgeschmack gewesen sein. Dies geht aus einem internen Papier hervor.

Will sich gesundschrumpfen: Bank of America, Times Square, New York.
Will sich gesundschrumpfen: Bank of America, Times Square, New York.
Keystone

Die Bank of America streicht im laufenden Quartal weitere 3500 Stellen. Die US-Grossbank hatte für dieses Jahr bereits den Abbau von 2500 Arbeitsplätzen angekündigt. Das Unternehmen passe seine Personalpolitik regelmässig an veränderte Marktbedingungen an, hiess es in dem Papier weiter.

Ausserdem arbeite die Bank an einem Unternehmensumbau, dem mehrere tausende weitere Stellen zum Opfer fallen könnten, berichteten die Zeitungen «The Wall Street Journal» und «The New York Times». Die Stellenstreichungen bei der grössten US-Bank könnten demnach mehr als 10'000 Beschäftigte oder 3,5 Prozent der Mitarbeiterzahl treffen.

Countrywide-Übernahme rächt sich

Die Umstrukturierungsmassnahmen sind Teil der Bemühungen von BoA- Vorstandschef Brian Moynihan, die Bank zu sanieren. Sie war vom Platzen der Immobilienblase hart getroffen worden. Sie hatte in der Finanzkrise den grossen Immobilienfinanzierer Countrywide übernommen.

Das erwies sich jedoch als schwerer Fehler, weil Countrywide Kredite viel zu lax vergeben hatte und Hausbesitzer reihenweise ihre Raten nicht mehr zahlen konnten. Deshalb muss sich die Bank of America nun mit Verlusten herumschlagen.

Im zweiten Quartal verbuchte das Institut ein Rekordminus von 9,1 Milliarden Dollar. Hauptverantwortlich dafür waren windige Hypothekengeschäfte aus der Vergangenheit, für die die Bank nun auch Schadensersatz zahlen muss.

Mit den bevorstehenden Entlassungen würde die Bank of America vielen anderen internationalen Grossbanken folgen. Die britische HSBC hatte zu Monatsbeginn angekündigt, 30'000 Jobs bis 2013 zu streichen, bei Lloyds sollen es 15'000 Arbeitsplätze bis 2014 sein. Die Schweizer Grossbanken UBS und Credit Suisse haben ebenso wie die US-Institute Wells Fargo und Goldman Sachs Sparprogramme angekündigt.

sda/dapd/bru

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