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Globaler Krisengipfel beginnt mit Festmahl

Zum Beginn des Weltfinanzgipfels der G20-Länder in Washington lud George W. Bush die Staatschef zum grosszügigen Dinner. Heute geht es an die Arbeit - es gibt laut dem US-Präsidenten viel zu tun.

Staatschefs aus allen Richtungen der Erde stiegen gestern die Treppenstufen hoch zum Weissen Haus und begrüssten den Gastgeber George W. Bush. Sie genossen zum Auftakt des G20-Weltfinanzgipfels ein opulentes Mahl auf Einladung des US-Präsidenten.

Heute Samstag folgt nun die harte Arbeit: Die Staatschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer wollen angesichts der globalen Finanzkrise eine umfassende Reform des Weltfinanzsystems in die Wege leiten. In einer Ansprache am Rande des Diners erinnerte Bush an die Bedeutung des Treffens: «Milliarden hart arbeitender Menschen zählen auf uns, das Finanzsystem langfristig zu stärken.» Zugleich warnte der Gastgeber vor zu hohen Erwartungen. Das Problem sei nicht über Nacht entstanden, und werde auch nicht über Nacht gelöst. «Aber mit fortgesetzter Zusammenarbeit und Entschlossenheit wird es gelöst», sagte Bush vor seinen Gästen.

Über sechs Stunden lang Beratungen

Heute sind zwei Arbeitssitzungen und ein Arbeitsmittagessen geplant. Die Staats- und Regierungschefs werden zunächst die Ursachen der aktuellen Krise erforschen und dann nach frühestens sechs Stunden einen Arbeitsplan für eine Reform des Finanzsystems aufstellen. Darin sollen vier oder fünf Zielsetzungen festgelegt werden, die als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen sollen. Dabei wird es voraussichtlich unter anderem um die Regulierung von Ratingagenturen und die Schaffung einer Weltfinanzaufsicht gehen.

Die Finanzminister sollen konkrete Arbeitsaufträge zu den einzelnen Themenbereichen erhalten. Ende März werden sich die Staats- und Regierungschefs erneut treffen, um über die Fortschritte im Reformprozess zu beraten. Wann genau und wo der zweite G20-Gipfel stattfinden wird, steht noch nicht fest.

AP/oku

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