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Französische Aktionäre sollen neu über Managergehälter abstimmen

Selbstregulierung statt Gesetz: Nach einer Drohung aus Paris haben französische Wirtschaftsverbände einen neuen Verhaltenskodex beschlossen. Dieser macht auch Auflagen für Verwaltungsräte.

Seinen Lohn sollen künftig die Aktionäre genehmigen: Danone-Chef Franck Riboud an einer Aktionärsversammlung in Paris. (25. April 2013)
Seinen Lohn sollen künftig die Aktionäre genehmigen: Danone-Chef Franck Riboud an einer Aktionärsversammlung in Paris. (25. April 2013)
AFP

In Frankreich sollen künftig die Aktionäre eines Unternehmens auch über die Höhe der Managergehälter abstimmen. Der Arbeitgeberverband Medef und der Unternehmensverband Afep präsentierten neue Regeln für eine gute Unternehmensführung. Demnach stimmen die Aktionäre über das Gehalt der einzelnen Vorstandsmitglieder ab; sollten sie dagegen votieren, muss der Verwaltungsrat darüber beraten und seine Entscheidungen öffentlich begründen.

Zudem soll es künftig eine Kommission für gute Unternehmensführung mit sieben Mitgliedern geben, die über die Einhaltung der neuen Regeln wacht. Vier der sieben Mitglieder sollen aktive oder ehemalige Chefs eines grossen Unternehmens sein. Der Verhaltenskodex sieht zudem vor, dass Unternehmensführer nur in höchstens zwei weiteren Verwaltungsräten sitzen dürfen – auch von ausländischen Firmen. Niemand soll in mehr als fünf Verwaltungsräten ein Amt haben. Abfindungen sollen auf 45 Prozent des Gehalts begrenzt sein.

Selbstregulierung statt Gesetz

Die Regierung in Paris hatte mit einem Gesetz gedroht. Mit dem neuen Verhaltenskodex für eine gute Unternehmensführung bleibt es bei einer Selbstregulierung.

AFP/mw

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