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Fluchen verboten

Goldman Sachs wird nie wieder «dreckige Geschäfte» machen. Zumindest werden die Mitarbeiter ihre Abschlüsse nie wieder so nennen.

Werden nur noch anständige Mails schreiben: Goldman-Sachs-Angestellte am Hauptsitz in Manhattan.
Werden nur noch anständige Mails schreiben: Goldman-Sachs-Angestellte am Hauptsitz in Manhattan.
Reuters

Die über Monate unter Betrugsverdacht stehende US-Investmentbank Goldman Sachs verbietet Kraftausdrücke in ihren E-Mails. Die teils rüden Umgangsformen in der Bank waren im Laufe der Kongressanhörungen an die Öffentlichkeit gelangt. So hatte ein Mitarbeiter in einer internen E-Mail eine der ins Zwielicht geratenen Transaktionen als «ein dreckiges Geschäft» bezeichnet («one shitty deal»). Die Kongressabgeordneten ritten mit Freude auf dieser Entgleisung herum. Goldman Sachs reagierte und stellte die Kontrollsoftware vor einigen Wochen schärfer ein.

«Natürlich haben wir Richtlinien über die Nutzung von angemessener Sprache», sagte eine Banksprecherin am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. «Und wir suchen immer nach Wegen, die Umsetzung auch sicherzustellen.» Wie das «Wall Street Journal» schrieb, findet der Filter sogar verbotene Wörter, die mit Sternchen verschleiert werden - eine durchaus übliche Praxis in den prüden Vereinigten Staaten.

Goldman Sachs hatte erst vor zwei Wochen die Betrugsvorwürfe mit einem Vergleich aus der Welt geschaffen. Die Börsenaufsicht SEC hatte Goldman Sachs unterstellt, Anleger beim Verkauf von Hypothekenpapieren hinters Licht geführt zu haben, indem die Bank ihnen die Rolle eines grossen Hedgefonds verheimlichte, der gegen die Wertpapiere wettete. Goldman gab einen Fehler zu und zahlte eine Strafe von 550 Millionen Dollar - von Betrug war aber keine Rede mehr.

SDA/sam

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