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FDP bittet Freunde der Partei zur Kasse

Die alte Garde der UBS solle vorangehen und Boni zurückzahlen, fordert die FDP. Damit spricht sie auch den früheren UBS-CEO Peter Wuffli an. Er ist Präsident des Fördervereins «Freunde der FDP».

Die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen. Liberal sei kein Freipass für unverantwortliche Unternehmensführung. Die alte Führung der UBS habe voranzugehen. «Wir fordern, dass sie mindestens die in den letzten zwei Jahren bezogenen Boni zurückbezahlt.» Unmissverständlich kommentierte gestern die FDP die Probleme der UBS und die Finanzspritze des Staates an das Bankhaus.

Den Sessel Knall auf Fall geräumt

Zu dieser früheren Führungsriege der UBS gehört auch der frühere UBS-CEO Peter Wuffli, der Präsident des Fördervereins «Die Freunde der FDP». Der erlauchte Klub will die Freisinnigen mit Ideen und Geld unterstützen, Einfluss auf die Partei ausüben und dem Freisinn wieder zu alter Blüte verhelfen. Wuffli musste vor etwas mehr als einem Jahr Knall auf Fall den Chefsessel bei der UBS räumen. Im UBS-Geschäftsbericht konnte man nachlesen, dass die Bank Wuffli und zwei anderen Konzernleitungsmitgliedern, die im Zuge des Subprime-Debakels in den USA gehen mussten, insgesamt fast 94 Millionen Franken auszahlte. Das sei keine Abgangsentschädigung gewesen. 33 Millionen Franken habe man an Salär für geleistete Dienste im Jahr 2007 gezahlt, 61 Millionen Franken betrafen vertraglich zugesicherte Entschädigungen für 2008 und 2009. Erwartet die Partei jetzt auch von ihrem Mitglied und Gönner Peter Wuffli Rückzahlungen?

Marcel Ospel soll mit gutem Beispiel vorangehen.

Stefan Brupbacher, FDP-Generalsekretär ist irritiert über diese Frage. Die FDP sei eine liberale Partei: Freiheit verlange Eigenverantwortung. Und Eigenverantwortung heisse, dass einerseits Leistung belohnt wird und man andererseits für Fehler geradesteht. Die EBK habe in ihrem Bericht festgestellt, dass die UBS strategische Fehler gemacht habe. Die Strategie aber werde vom Verwaltungsrat festgelegt. Leute wie der frühere UBS-Bankchef Marcel Ospel müssten hier mit guten Beispiel vorangehen – zumal sich die Leistung, für die sie Boni erhalten haben, in Luft aufgelöst habe. Sollte sich zeigen, dass auch die Führungskader der UBS Fehler gemacht haben, «so bestehen hier die gleiche Erwartungen», präzisiert Stefan Brupbacher.

Und was meint Peter Wuffli dazu? Er wolle zur Forderung der FDP keine Stellung beziehen, liess der frühere Chefbänkler von seiner Sekretärin ausrichten. Wuffli leitet heute seine eigene Stiftung, die Elea Foundation for Ethics in Globalization im Zürcher Seefeldquartier. Die Stiftung will sich für die Betroffenen von globaler Veränderungsprozesse einsetzen - was auch immer das bedeutet.

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