Zum Hauptinhalt springen

Fastweb-Affäre drückt Swisscom-Gewinn

Die Affäre bei der italienischen Tochterfirma macht der Swisscom einen Strich durch die Rechnung. Der Reingewinn ist deutlich gesunken.

Der Reingewinn des grössten Schweizer Telekomkonzerns ist im ersten Quartal um gut ein Fünftel auf 377 Millionen Franken geschrumpft. Schuld sei eine Rückstellung im Mehrwertsteuerverfahren von Fastweb in Höhe von 70 Millionen Euro, umgerechnet 102 Millionen Franken, wie die Swisscom am Mittwoch mitteilte. Ohne diese Rückstellung wäre der Gewinn auf Höhe des Vorjahres geblieben. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (Ebitda) sank um 7,1 Prozent auf 1,058 Milliarden Franken.

Der Umsatz legte unterdessen um 1,3 Prozent auf 2,953 Milliarden Franken zu. Im Schweizer Geschäft profitierte die Swisscom vom Boom der Alleskönner- Handys, die bereits die Hälfte der 300'000 verkauften Handys im ersten Quartal ausmachten. Dabei war das iPhone mit 85'000 Stück das am besten verkaufte Gerät.

Wachstum in der Mobilfunksparte

Die Zahl der Mobilfunkkunden wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 Prozent. Auch das Swisscom-TV florierte. Hier konnte der Konzern die Zahl der Kunden innert Jahresfrist auf 275'000 verdoppeln. Auf der anderen Seite ging die Zahl der Festnetzanschlüsse weiter zurück.

Für das Gesamtjahr bleiben die Aussichten ohne die Rückstellung für Fastweb unverändert. Das Schweizer Geschäft, so die Swisscom, werde wegen des Wettbewerbdrucks, der Entbündelung und des abflachenden Wachstums im Mobilfunk- und Breitbandmarkt weiter schrumpfen. Für 2010 erwartet sie ohne Fastweb wie bisher einen Umsatz von 9,15 Milliarden Franken und einen Ebitda von 3,75 Milliarden.

SDA/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch