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Fall Madoff: Milliardenklage gegen Bankerin in Österreich

Der Konkursverwalter des Milliardenbetrügers Bernard Madoff will auch die österreichische Bankerin Sonja Kohn für den Schaden in Mithaftung nehmen. Und mehrere Grossbanken.

Konkursverwalter Irving Picard kündigte in New York an, er werde Kohn, mindestens sechs Mitglieder ihrer Familie, die italienische Bank Unicredit, die österreichische Bank Austria sowie mehrere Stiftungen und Gesellschaften auf insgesamt 19,6 Milliarden Dollar Schadenersatz verklagen. Eine entsprechende Klage habe er am Freitag bei einem US-Gericht eingereicht.

In der in Europa lebenden Kohn habe Madoff eine «Seelenverwandte» gefunden, deren «Gier und unehrlicher Einfallsreichtum seinem eigenen ebenbürtig waren», so Picard weiter. Die heute 62-Jährige habe 1985 mit Hilfe der anderen Beklagten Medici Enterprise gegründet, um Madoff mit frischem Geld zu versorgen. Picard hat bereits mehrere Banken auf Schadenersatz verklagt, der den Opfern des Milliardenbetrügers zugute kommen soll.

Madoff war im Dezember 2008 festgenommen worden, nachdem er über Jahre hinweg mit Hilfe eines komplexen Systems tausende Anleger um geschätzte 65 Milliarden Dollar geprellt hatte. 2009 wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt. Im Prozess hatte er gestanden, die ihm anvertrauten Summen niemals angelegt zu haben. Zu seinen Opfern zählten Banken, Privatleute und Wohltätigkeitsorganisationen.

AFP/raa

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