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Exportindustrie trotzt Abschwung

Schweizer Firmen exportieren noch immer Waren in Rekordwert: Das zeigen die August-Zahlen.

Auf den ersten Blick zeigt die Aussenhandelsstatistik der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) zwar ein düsteres Bild. Die Exporte stiegen nominal nur noch um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und gingen teuerungsbereinigt sogar um 5,4 Prozent zurück. Bei den Importen resultierten Abnahmen von 3,4 beziehungsweise 3,9 Prozent.

Zieht man jedoch in Betracht, dass der August dieses Jahr zwei Arbeitstage weniger hatte als 2007, hellt sich das Bild deutlich auf. Arbeitstagbereinigt nahmen die Exporte nominal um 12,6 Prozent und real um 4,4 Prozent zu. Das ist gemäss EZV die stärkste Zunahme im laufenden Jahr. Auch saisonbereinigt beschleunigten die Ausfuhren ihr Tempo auffallend deutlich. Die Einfuhren erhöhten sich arbeitstagbereinigt nominal um 6,7 und real um 6,2 Prozent. Saisonbereinigt lagen die Importe ebenfalls über dem Trendwachstum.

Acht von zehn Branchen im Plus

Eine robuste Entwicklung des Aussenhandels zeigen auch die kumulierten Werte für die ersten acht Monate. Die Exporte stiegen nominal um 7,4 Prozent und bildeten sich real um 1,5 Prozent zurück. Bei den Importen ergaben sich Zunahmen von 4,2 beziehungsweise 2,8 Prozent.

Acht von zehn Exportbranchen sind auch in diesem Jahr auf Wachstumspfad. Die Uhrenindustrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie legten sogar zweistellig zu. Bei den nicht arbeitstagbereinigten Werten vom August lagen einzig die Uhren- und die Chemieindustrie im Plus.

Luxusuhren gefragt

Die separate Statistik des Verbands der Uhrenindustrie zeigt ein Wachstum um 6,3 Prozent. Gefragt waren im Ausland vor allem die Luxusuhren in der oberen Preisklasse. Sprunghaft gestiegen sind die Käufe von Schweizer Uhren im Mittleren Osten.

Bei den gesamten Ausfuhren fällt der Rückgang in die EU um 4,3 Prozent auf. Im Falle Deutschlands gab es sogar einen Knick um zehn Prozent. Die Entwicklungsländer nahmen demgegenüber 43 Prozent mehr Schweizer Waren ab als vor einem Jahr.

Rekord in den ersten acht Monaten

Der Überschuss im gesamten Schweizer Aussenhandel belief sich im August auf 1,4 Milliarden Franken. Das ist weniger als in den letzten Monaten aber mehr als doppelt so viel wie vor Jahresfrist. Der kumulierte Überschuss der ersten acht Monate macht rekordhohe 13,4 Milliarden Franken aus - 50 Prozent mehr als 2007.

AP/cpm

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