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«Es fliesst viel Champagner, und manche greifen zu Kokain»

Jung, smart und äusserst risikofreudig: So beschreibt Korrespondent Jürgen Krönig die Londoner Yuppie-Banker. Der UBS-Händler, der zwei Milliarden Dollar verzockt haben soll, sei ein typischer Vertreter der Szene.

Dem Stress im Trading-Room sind oft nur Jüngere gewachsen: Londoner Händler.
Dem Stress im Trading-Room sind oft nur Jüngere gewachsen: Londoner Händler.
Keystone

Der neue Fall UBS, bei dem offenbar ein einziger Händler zwei Milliarden Dollar verzockte, sorgte in der Schweiz für viel Aufregung. Wie kam er in der Londoner Bankenwelt an? Die interessanteste Reaktion kam von Nick Leeson, der in den 90er-Jahren die britische Barings Bank auf ähnliche Weise um Milliarden brachte und sechseinhalb Jahre im Gefängnis sass. Leeson glaubt, diese Art des riskanten Tradings komme auch heute noch häufiger vor, als man denke. Denn die Kontrollsysteme der Banken seien nach wie vor ungenügend. Häufig führt dies aber nicht unmittelbar zu einer Katastrophe. Wenn die Trader Risiken eingehen, muss nicht gleich alles schiefgehen. Oft können sie den Kopf noch rechtzeitig aus der Schlinge ziehen.

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