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Emmi wird internationaler

Der Milchverarbeitungskonzern wächst vor allem durch Zukäufe im Ausland. Erstmals seit Jahren legte 2013 aber auch der Umsatz in der Schweiz zu.

Emmi ist der grösste Milchverarbeiter der Schweiz: Eine Fabrik in Emmen.
Emmi ist der grösste Milchverarbeiter der Schweiz: Eine Fabrik in Emmen.
Keystone

Schweizer Käse und kalter Kaffee aus dem Becher kommen im In- und Ausland gut an. Der Milchverarbeitungskonzern Emmi ist im vergangenen Jahr unter anderem dank diesen Produkten erneut gewachsen. Der Umsatz legte um 10,6 Prozent auf 3,298 Milliarden Franken zu. Zudem profitiert Emmi von seinen Zukäufen. Ohne Akquisitionen und Währungseffekte betrug das sogenannt organische Wachstum 1,6 Prozent.

Zum ersten Mal seit 2008 wuchs der Konzern auch in der Schweiz aus eigener Kraft. Dieses organische Wachstum betrug 1,4 Prozent, wie Emmi am Donnerstag mitteilte. Die grössten Umsätze macht Emmi in der Schweiz mit Molkereiprodukten (rund 700 Millionen Franken) sowie Käse (rund 541 Millionen) und Frischprodukten wie Drinks und Trinkmilch (rund 346 Millionen). In diesen Produktgruppen konnte Emmi die Umsätze steigern, rückläufig waren sie hingegen beim Frischkäse. Emmi macht den Preisdruck beim Mozzarella dafür verantwortlich. Negativ auf den Umsatz in der Schweiz wirkte sich der Verkauf der Nutrifrais-Anteile aus. Nutrifrais produziert unter anderem die Tam-Tam-Flans.

Knapp die Hälfte des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet

Im internationalen Geschäft, wo Emmi inzwischen 44 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, weist das Unternehmen ein Umsatzplus von 26 Prozent aus, der Löwenanteil (23 Prozent) geht aber auf Zukäufe zurück. Unter anderem kaufte Emmi den italienischen Desserthersteller Rachelli und die französische Käseverpackerin Diprola. Organisch wuchs der Umsatz im Ausland um 2 Prozent. Emmi-Chef Urs Riedener zeigt sich in der Mitteilung erfreut. Der Konzernumsatz entwickelt sich nach Plan.

Dies sei ein klares Zeichen, dass sich Emmi in die richtige Richtung entwickle und die richtigen Entscheidungen getroffen habe. Emmi hat im vergangenen Jahr seine Organisation umgekrempelt, um seiner Expansionsstrategie noch besser Rechnung zu tragen. Das Schweizer Geschäft wurde aus dem Stammhaus gelöst und die drei Regionen Schweiz, Europa und Americas geschaffen.

Für 2014 rechnet Emmi mit leicht höheren Preisen für Rohstoffe und Verpackungsmaterial. Hingegen werde der Einkaufstourismus der Schweizer Konsumenten ins grenznahe Ausland stagnieren oder etwas zurückgehen. Im wichtigsten Auslandmarkt, den USA, rechnet das Unternehmen mit einem besseren Konsumverhalten, in Südeuropa hingegen bliebe die Stimmung gedrückt.

SDA/ldc

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