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Dufry übernimmt Hudson Group – Aktie stark unter Druck

Die Aktien des Duty-Free-Shop-Betreibers Dufry sind deutlich im Minus. Die Ankündigung, den US-Konkurrenten Hudson Group zu übernehmen, liess den Titel abstürzen.

Bis um kurz nach 10 Uhr verloren die Aktien von Dufry 6,4 Prozent auf 75.75 Franken. Das Tagestief lag gar bei 75.25 Franken.

Er sehe zwar das Potenzial der Internationalisierung von Hudson, schreibt Vontobel-Analyst René Weber. Zudem habe Dufry dank der starken Position im Reisedetail-Handel die idealen Voraussetzungen um das erfolgreiche Konzept von Hudson auch ausserhalb der USA einzusetzen. Aber durch die starke US-Abhängigkeit ergebe sich eine Wachstumsverlangsamung für Dufry.

Preis attraktiv

Der bezahlte Preis ist gemäss Weber im Vergleich zu der Übernahme von World Duty Free - an dem auch Dufry interessiert war, aber nicht zum Zug kam - als attraktiv zu bezeichnen. Er geht davon aus, dass Dufry ihre bestehenden Konzessions-Portfolio für den Ausbau von Hudson benutzen kann.

Zudem ergebe sich für Dufry eine weitere Steigerung des Einkaufsvolumens, was sich positiv auf die Bruttogewinn-Marge auswirken werde, so Weber.

Dufry war bereits mit 11,2 Prozent an Hudson beteiligt. Die restlichen 88,8 Prozent werden nun in einem Aktien-Deal für 4,2 Mio Aktien zu einem voraussichtlichen Preis von 85 Fr. pro Stück übernommen, was einem Gesamtwert von 357 Mio. Fr. entspricht. Zusammen mit den vorhandenen Schulden von Hudson ergibt sich damit ein Unternehmenswert von 755 Mio. Fr.

Advent kein Unbekannter

Verkäufer ist der Finanzinvestor Advent, für Dufry alles andere als ein Unbekannter: Die US-Firma hatte Dufry 2004 gekauft und ein Jahr später an die Schweizer Börse gebracht. Advent hatte seine Beteiligung zwischenzeitlich auf 37 Prozent abgebaut und wird nach Abschluss des Kaufs wieder bis zu 53 Prozent kontrollieren.

Dufry hat den Umsatz seit dem Börsendebüt durch einen rasanten Expansionskurs auf 1,9 Mrd. Dollar im Jahr 2007 verdoppelt. Zusammen mit Hudson wächst Dufry auf 2,6 Mrd. Dollar Jahresumsatz an und betreibt an 137 Flugplätzen etwa 1000 Geschäfte.

SDA/ri

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