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Dollarkurs trübt Novartis-Ergebnis

Der Schweizer Pharmakonzern meldet für das erste Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnrückgang. Die Zahlen liegen im Rahmen der Analystenerwartungen. Novartis-Aktien legen leicht zu.

Übers ganze Jahr hinaus will Novartis den Umsatz trotz des Rückgangs halten: Hauptsitz des Unternehmens in Basel. (Archivbild)
Übers ganze Jahr hinaus will Novartis den Umsatz trotz des Rückgangs halten: Hauptsitz des Unternehmens in Basel. (Archivbild)
Keystone

Beim Basler Pharmagiganten Novartis sind Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2012 gesunken. Konzernchef Joe Jimenez ist jedoch für die Zukunft dank Fortschritten bei der Zulassung neuer Medikamente zuversichtlich.

Belastet wurde das Semesterergebnis hauptsächlich durch den anhaltenden Preisdruck auf Medikamente und Währungseffekte. Der Umsatz sank in der Folge um 3 Prozent auf 28 Milliarden Dollar. Der Reingewinn schrumpfte gar um 9 Prozent auf 5,06 Milliarden Dollar. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz dagegen stabil geblieben und der Gewinn um nur 5 Prozent gesunken. Das operative Ergebnis sank um 11 Prozent respektive 7 Prozent auf 6 Milliarden Dollar.

Quartalsgewinn über den Erwartungen

Für das zweite Quartal weist Novartis einen Umsatzrückgang von 4 Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar aus. Der Reingewinn war mit 2,73 Milliarden Dollar stabil und lag leicht über den Erwartungen der Analysten.

Zufrieden zeigt sich Konzernchef Jimenez namentlich mit Pharma und der Augenheilmittel-Sparte Alcon. Diese beiden Divisionen hätten im zweiten Quartal eine solide finanzielle Performance und eine gute operative Leistungsfähigkeit erzielt, wird der CEO im Communiqué zitiert.

Jimenez verweist auch auf die Bedeutung der in den letzten fünf Jahren eingeführten Produkte. Zu denen zählen Lucentis, Gilenya, Afinitor, Tasignus und Galvus - alles Heilmittel mit stark wachsenden Umsätzen.

Diese jüngsten Produkte legten im zweiten Quartal um 8 Prozent auf 4,1 Milliarden zu. Sie konnten damit die Einbussen aus dem Patentablauf des Umsatzrenners Diovan in Europa mehr als kompensieren. Ihr Anteil am Konzernumsatz stieg von 25 auf 29 Prozent.

Acht Meilensteine

Seine Zuversicht schöpft Konzernchef Jimenez aus der Pipeline des Unternehmens. In dem von Innovation geprägten zweiten Quartal habe der Konzern acht wichtige regulatorische Meilensteine - fünf bei Pharma und drei bei Alcon - erreicht. Dies bildet für Jimenez die Grundlage für künftiges Wachstum.

Während Jimenez mit der Entwicklung von Pharma und Alcon zufrieden ist, musste er bei der Generika-Division Sandoz für das zweite Quartal eine Umsatzrückgang von 13 Prozent auf 2,15 Milliarden Dollar verbuchen. 7 Prozent sind dabei dem Preisverfall zuzuschreiben.

Die auf rezeptfreie Medikamente und Heilmittel für Tiere ausgerichtete Division Consumer Health musste einen Umsatzrückgang von gar 24 Prozent auf 904 Millionen Dollar verbuchen. Grund für dieses Minus ist der Produktionsunterbruch am Standort Lincoln in Nebraska wegen Qualitätsproblemen. Inzwischen wurde die Produktion teilweise wieder aufgenommen.

Novartis-Aktie im Plus

Bereits abgeschlossen hat Novartis die im Januar dieses Jahres angekündigte Restrukturierung in den USA, die den Abbau von 1960 Stellen beinhaltet. Im zweiten Quartal seien aus dieser Massnahme bereits Einsparungen von 100 Millionen Dollar erzielt worden, heisst es in der Mitteilung.

Für das Gesamtjahr erwartet Novartis weiterhin einen Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres zu konstanten Wechselkursen. Dagegen rechnet der Konzern bei der operativen Kerngewinnmarge mit einem leichten Rückgang. Analysten bezeichneten den Quartalsbericht als solide. Die Novartis-Aktie notierte am Mittag ein Kursplus von 1 Prozent.

SDA/mw

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