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Digitales Angebot prägt Tamedia-Ergebnis

Erstmals trägt das Internet mehr als die Hälfte der Erträge des Medienhauses. Unter dem Strich bleiben im ersten Halbjahr knapp 56 Millionen Franken.

Versucht schrumpfenden Printbereich mit digitalem Geschäft zu kompensieren: Das Logo der Tamedia am Hauptsitz in Zürich. (15. März 2016)
Versucht schrumpfenden Printbereich mit digitalem Geschäft zu kompensieren: Das Logo der Tamedia am Hauptsitz in Zürich. (15. März 2016)
Urs Flüeler, Keystone

Beim Medienkonzern Tamedia ist im ersten Halbjahr der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel auf 55,8 Millionen Franken gesunken – unter anderem wegen eines Sonderfaktors.

Der Umsatz des Medienunternehmens fiel um fünf Prozent auf 504 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung von heute Morgen hervorgeht. Den Rückgang beim Ergebnis erklärte Tamedia mit weiterhin rückläufigen Print-Werbeerlösen, allerdings habe im Vorjahr auch ein Beteiligungs-Verkauf zum damaligen Ergebnis beigetragen.

Investitionen in digitale Geschäfte

Tamedia habe erstmals mehr als die Hälfte seines Ergebnisses auf Stufe Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit dem digitalen Angebot erzielt, hiess es weiter. Die Investitionen in digitale Geschäftsmodelle und digitale publizistische Angebote zahlten sich aus, lässt sich Konzernchef Christoph Tonini zitieren.

Zu Tamedia gehören auch die Nachrichtenportale von «20 Minuten», «Tages-Anzeiger», «Berner-Zeitung» und «Der Bund».

Qualität der Medien prüfen

Tamedia plant ab nächstem Jahr ein unternehmensweites Qualitätsmonitoring für alle ihre publizistischen Medien in der Deutsch- und Westschweiz. Das Projekt wird vom ehemaligen «Tages-Anzeiger»-Chefredaktor Res Strehle geleitet, der seit Ende 2015 Präsident der Schweizer Journalistenschule MAZ ist.

Im Oktober und November 2016 werde ein Test bei den Zürcher Regionalzeitungen sowie bei «Le Matin Dimanche» stattfinden, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Beim Monitoring würden neben allgemeingültigen journalistischen Grundsätzen auch spezifische, «auf die Medien zugeschnittene Qualitätsdimensionen» berücksichtigt.

«Jede Redaktion hat ihren eigenen Qualitätsanspruch»

An zufällig ausgewählten Stichtagen werden bei den Medien mittels objektiver Messinstrumente die Angebotsqualität geprüft. Vorgesehen sei zudem eine Befragung «von der Berichterstattung betroffener Stakeholder», wie es in der Mitteilung heisst. Ein Dreiergremium aus Strehle, einer externen Fachperson und der Chefredaktion des betroffenen Mediums wird jeweils die Prüfung vornehmen.

Einen wichtigen Bestandteil des Monitorings bilden auch die Leser- und Nutzungsanalysen, mit denen die Resonanz und die Relevanz der Medieninhalte für das Publikum bewertet werden könne, schreibt Tamedia.

Ziel ist laut Strehle ein praxisnahes Qualitätsmonitoring, das auf die Unterschiede der einzelnen Medien eingeht. «Jede Redaktion hat ihren eigenen Qualitätsanspruch und soll auch daran gemessen werden», wird der Projektleiter in der Mitteilung zitiert.

SDA/rub

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