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Diese Unternehmen sparen vorbildlich Strom

Die Wirtschaft ist für 60 Prozent des Stromverbrauchs in der Schweiz verantwortlich. Doch nur acht der 50 grössten Konzerne haben ein effizientes Strommanagement.

Vorreiter und Nachzügler beim Stromsparen: Die Zuordnung der 50 Unternehmen auf einen Blick.
Vorreiter und Nachzügler beim Stromsparen: Die Zuordnung der 50 Unternehmen auf einen Blick.
TA-Infografik/Laurent Wolf

Acht der 50 grössten Schweizer Unternehmen kommt gemäss der Umweltorganisation WWF in Bezug auf eine nachhaltige Stromzukunft eine Vorreiterrolle zu. Kritisiert wird, dass mehr als die Hälfte der Unternehmen keine Angaben zum Stromverbrauch machen will oder kann.

Da die Wirtschaft rund 60 Prozent des Schweizer Stroms verbraucht, kommt ihr eine Schlüsselrolle auf dem Weg zu einer erneuerbaren Energiezukunft zu, stellt der WWF zu einem in seinem Auftrag von der Firma Oekom Research erstellten und heute veröffentlichten Bericht fest.

Zu den «Vorreitern» gehören Coop, Post, Migros, SBB, Swisscom, Swiss Re, UBS und die Zürcher Kantonalbank. Nebst einem effizienten Strommanagement zeichneten sich diese Unternehmen durch einen weitgehend konstanten oder sinkenden Trend beim Stromverbrauch, die Formulierung von zum Teil ambitionierten Reduktionszielen und einen überdurchschnittlichen Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien aus.

Gute Datenbasis und gute Ansätze

Die «Verfolger» zeigten gute Ansätze für ein umfassendes Strommanagement und verfügten über eine recht gute Datenbasis. Sie wiesen aber bei den Stromverbrauchszielen und dem Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien noch einzelne Defizite auf. Zu dieser Kategorie gehören BKW FMB Energie AG, die Credit Suisse, Georg Fischer, Manor, Novartis, Siemens Schweiz und Syngenta.

«Nachzügler»sind laut dem WWF-Bericht Axpo, Bobst, Emmi, Implenia, Lonza, Nestlé, die Privatklinikgruppe Hirslanden und die SRG. Diese Firmen weisen gemäss WWF Schwächen bei der Datenverfügbarkeit und beim Strommanagement auf oder ihr relativer Stromverbrauch ist in den vergangenen Jahren gestiegen oder unbekannt. Auch fehle es oft an Zielen zur Stromreduktion oder zur Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien, so der WWF.

Energiewende erfordert bewussten Umgang

Zu den «Intransparenten» zählt der WWF unter anderen Firmen wie etwa ABB, Alpiq, Ems, Swatch oder auch grosse Medienkonzerne.

Für die Stromwende spiele die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihrem Stromverbrauch umgehen, eine zentrale Rolle, wird Jennifer Zimmermann, Projektleiterin Konsum beim WWF Schweiz, in einer Mitteilung zitiert. Die Energiewende erfordere von der Wirtschaft einen bewussteren Umgang mit Strom und von der Politik klare und verlässliche Rahmenbedingungen.

Dazu brauche es nebst Transparenz sowohl auf politischer wie auch auf Unternehmensebene ambitionierte Stromeffizienzziele und geeignete Massnahmen, um diese kontinuierlich umzusetzen.

Für die Bewertung der Unternehmen wurden deren Performance in den fünf gleichgewichteten Bereichen Entwicklung des Stromverbrauchs, Stromverbrauchsziele, heutige Stromqualität, Stromqualitätsziele und Stromeffizienzmanagement bewertet.

SDA/rbi

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