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«Die Zukunft von Alitalia hängt an einem seidenen Faden»

Heute Nachmittag läuft das Ultimatum an die Gewerkschaften ab. Nur wenn sie nachgeben, sind die Investoren bereit die Fluggesellschaft zu retten.

Mehrere Gewerkschaften verhandeln zurzeit fieberhaft über den Rettungsplan für die Fluggesellschaft Alitalia. Die potenziellen Investoren des bislang zu 49,9 Prozent dem Staat gehörenden Unternehmens haben ihr Engagement von der Zustimmung der Gewerkschaften abhängig gemacht. Um 15.50 Uhr soll die Frist für eine Entscheidung ablaufen.

«Die Zukunft von Alitalia hängt an einem seidenen Faden», sagte Arbeitsminister Maurizio Sacconi dem privaten Fernsehsender Canale 5. Da es neben der Investorengruppe um den Piaggio-Chef Roberto Colaninno keine weiteren Interessenten gibt, droht bei einem Scheitern das Aus für die traditionsreiche Gesellschaft.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat den 20'000 Beschäftigten für diesen Fall wenig Hoffnung auf einen grosszügigen Sozialplan gemacht.

Der Rettungsplan sieht vor, dass die neuen Investoren der am Rand der Zahlungsunfähigkeit stehenden Gesellschaft 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen und eine Fusion mit der zweitgrössten italienischen Gesellschaft Air One herbeiführen. Geplant ist ausserdem eine Partnerschaft mit einer ausländischen Gesellschaft. Im Gespräch ist neben Air France-KLM und British Airways auch die Lufthansa. Schliesslich sieht der Rettungsplan aber auch 3250 Entlassungen vor, was auf vor allem bei den kleineren Gewerkschaften der Piloten und der Flugbegleiter auf Widerspruch gestossen ist.

AP

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