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Die verschwiegenen Käufer von Sarasin

Heute übernimmt die Bank Safra definitiv die Bank Sarasin, die Minderheitsaktionäre warten aber noch immer auf ein Angebot. Wer sind die schweigsamen Eigentümer der brasilianischen Bankengruppe?

Lily Safra, Witwe von Edmond Safra, gilt als eine der reichsten Frauen Brasiliens. Lily Safra in Begleitung ihres Anwalts vor dem Justizpalast in Monaco im November 2002.
Lily Safra, Witwe von Edmond Safra, gilt als eine der reichsten Frauen Brasiliens. Lily Safra in Begleitung ihres Anwalts vor dem Justizpalast in Monaco im November 2002.
Reuters
Nach dem Tod von Edmond Safra wurde dessen amerikanischer Leibwächter Ted Maher in Monaco angeklagt. Edmonds Bruder Joseph Safra im Justizpalast im November 2002.
Nach dem Tod von Edmond Safra wurde dessen amerikanischer Leibwächter Ted Maher in Monaco angeklagt. Edmonds Bruder Joseph Safra im Justizpalast im November 2002.
Reuters
Bei der Beerdigung des Multimilliardärs Edmond Safra war auch der damalige israelische Aussenminister David Levy zugegen. Levy mit Bodyguard in Genf im Dezember 1999.
Bei der Beerdigung des Multimilliardärs Edmond Safra war auch der damalige israelische Aussenminister David Levy zugegen. Levy mit Bodyguard in Genf im Dezember 1999.
Keystone
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In Sachen Verschwiegenheit passt die Safra-Bank perfekt in die diskrete Schweizer Bankenlandschaft. Wenn Safra heute definitiv die Aktienmehrheit an Sarasin von der Rabobank übernimmt, wissen die übrigen Aktionäre – sie halten 54 Prozent des Aktienkapitals, dem aber nur 31 Prozent der Stimmrechte zugeordnet sind – noch immer nicht, wie das Angebot von Safra an sie aussieht. Gemäss Aktienrecht muss Safra auch den Minderheitsaktionären das Angebot machen, ihre Aktien zu kaufen. Der trockene Kommentar eines Safra-Sprechers am Montag: «Wir wissen, dass das Schweizer Recht uns dazu verpflichtet, ein Angebot zu machen». Die Minderheitsaktionäre sind gespannt, ob sich die Familie Safra auf der heutigen ausserordentlichen GV von Sarasin endlich aus der Deckung wagt.

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