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Die UBS ist zurück im grossen Geschäft

Gut zwei Jahre nach der Rettungsaktion des Bundes wird die Grossbank wieder einen Gewinn in Milliardenhöhe vorlegen. Prognosen sagen für 2010 gar ein besseres Ergebnis als das der Credit Suisse voraus.

Darf wieder lachen: UBS-Konzernchef Oswald Grübel.
Darf wieder lachen: UBS-Konzernchef Oswald Grübel.
Keystone

Die UBS wird am nächsten Dienstag nach drei Jahren mit tiefroten Zahlen wieder einen Milliardengewinn verkünden. Experten sind sich sicher, dass die grösste Bank der Schweiz über 7 Milliarden Franken verdienen wird und damit Konkurrentin Credit Suisse (CS) übertrifft.

Die Branchenexperten interessiert besonders, wie die beiden Banken sich im vierten Quartal des vergangenen Jahres entwickelt haben. Die Volatilität des Handelsgeschäfts, das zudem die Euro-Krise verkraften muss, sowie der Margendruck in der Vermögensverwaltung für reiche Kunden beschäftigten die Banken zwischen Oktober und Dezember weltweit.

Die Resultate der amerikanischen Grossbanken lassen bei UBS und CS auf ein eher schwaches Handelsgeschäft schliessen. Daher sind einige der Experten wenig euphorisch, vor allem bezüglich der CS, die ihre Resultate am kommenden Donnerstag vermelden wird. Branchenanalyst Andreas Venditti von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) geht davon aus, dass die Investmentbank der UBS bessere Resultate liefern wird als jene andere Grossbanken.

Nur wenig Neugeld

Bei der UBS schaut die Analystengemeinde zudem auf die Zahlen zum Nettoneugeldzufluss. Die UBS hatte im dritten Quartal 2010 zum ersten Mal nach zweieinhalb Jahren unter dem Strich wieder mehr Kundengelder entgegengenommen als verloren. Die Entwicklung dürfte sich laut den Experten im vierten Quartal positiv weiterentwickelt haben. Allerdings wird davon ausgegangen, dass der Nettoneugeldzufluss nicht sehr hoch ausfallen wird.

Bank-Vontobel-Analyst Tobias Brütsch erwartet bei der UBS einen Gewinn von 7,3 Milliarden Franken und bei der CS einen von 4,98 Milliarden Franken. Venditti von der ZKB geht davon aus, dass die UBS unter dem Strich 7,5 Milliarden Franken verdient hat, während seine Prognose für die CS bei 5,4 Milliarden Franken liegt.

Erster Gewinn seit 2006

Auch die Experten der Commerzbank und der Deutschen Bank erwarten einen UBS-Gewinn von weit über 7 Milliarden Franken. Für die Bank bedeutet dies den ersten Jahresgewinn seit 2006. Die Bank war früh in den Strudel der amerikanischen Hypothekenkrise gerissen worden und musste schon im Jahr 2007 5,25 Milliarden Franken Verlust verbuchen.

2008, nachdem der Staat die Bank stabilisieren musste, erlitt die Bank einen Rekordverlust von 21,29 Milliarden Franken. Auch 2009 hatte sie in Folge der Finanzkrise noch 2,74 Milliarden Verlust geschrieben. Die CS wurde von der Finanzkrise weniger getroffen. Ausser im Krisenjahr 2008, wo das Minus satte 8,22 Milliarden Franken betragen hatte, schrieb sie immer schwarze Zahlen. Das Jahr 2009 hat die CS mit einem Gewinn von 6,72 Milliarden Franken abgeschlossen.

SDA/jak

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