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Die Schaufensterpuppe als Spionin

Nicht nur im Internet werden Daten über uns gesammelt. Reale Läden hinken da zwar hinterher. Um das zu ändern, setzen sie auf intelligente Kameras oder fangen die Handysignale ihrer Kunden ab.

Man sieht es ihm nicht an. Der Bildschirm im Shop der BP-Tankstelle bei der Landiwiese in Zürich-Wollishofen wirkt unverdächtig. Eine Autowerbung folgt auf Verkehrsinformationen, ein BP-Eigeninserat auf einen Nachrichtenticker. Höchstens der Einblender dazwischen könnte aufhorchen lassen. Da steht: «Amscreen – Media made to measure», auf Deutsch: Medien nach Mass.

Hinter dem Bildschirm versteckt sich eine Kamera, die realisiert, dass jemand den Shop betritt. Und nicht nur das: Ein Programm erkennt, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt; um ein Kind, einen Jugendlichen, einen Erwachsenen oder einen Senior. Die Software misst, wie weit weg die Person steht, wie viel Zeit sie in Sichtweite des Bildschirms verbringt und wie lange sie das Gesicht darauf gerichtet hat. Nur ob man sich die Werbung tatsächlich anschaut, weiss die Kamera nicht.

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