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Der Goldpreis bricht ein

Die Flucht ins angeblich krisensichere Gold könnte einige Anleger teuer zu stehen kommen.

Gold: Vermeintlich sichere Anlage in Krisenzeiten?
Gold: Vermeintlich sichere Anlage in Krisenzeiten?

Angesichts der Angst vor einer weltweiten Rezession fiel der Preis für das Edelmetall am Mittwoch an der New Yorker Rohstoffbörse NYMEX um 32,80 Dollar auf 735,20 Dollar je Unze. Das war der niedrigste Stand seit dem 4. September 2007.

Wieder stärkerer Dollar

Grund für den Einbruch sind Sorgen um die Weltkonjunktur und ein erstarkender Dollar. Dies fördert den Ausverkauf von Rohstoffen, die als Absicherung gegen Inflation und eine schwache US-Währung genutzt werden. Analysten zufolge ist der weitere Verlauf des Goldpreises schwer vorherzusagen. Der Goldexperte Jon Nadler erklärte, es sei unklar, ob der Tiefpunkt erreicht sei oder es mit dem Kurs noch weiter unter die 700-Dollar-Marke gehen könnte.

Auch in Deutschland hat die Goldrallye vorerst ein Ende: Das Wertpapier Xetra-Gold der Deutschen Börse brach am Mittwoch um 5,04 Prozent auf 17,90 Euro ein. Bei Xetra-Gold handelt es sich um Schuldverschreibungen, die die Wertentwicklung des Edelmetalls abbilden und einen Lieferanspruch auf ein Gramm Gold je Anteilsschein bieten.

Höhepunkt schon im März erreicht

Die Goldpreise kletterten zuletzt Anfang des Monats in schwindelerregende Höhen. Die Marke von 1000 Dollar überschritt der Goldpreis bereits im März. Danach ging es abwärts, bis die jüngste Krise an der Wallstreet wieder für starken Auftrieb sorgte. Der Vergleich zum Rekordpreis aus dem März hinkt allerdings, weil der Dollar inzwischen deutlich an Wert zugelegt hat.

Gold gilt traditionell als Rettungsanker in unsicheren Zeiten. Experten raten Privatanlegern allerdings ab: Der Markt sei genauso spekulativ wie der Aktienmarkt. Je mehr Anleger in Gold investierten, desto schwankungsanfälliger werde der Preis.

Auch andere Rohstoffe verlieren

Von der jetzigen Rohstoffbaisse ist nicht nur das Gold betroffen: Auch die Preise für Silber und Kupfer gaben am Mittwoch an der New Yorker Börse deutlich nach. Ähnlich ist die Entwicklung bei Rohöl oder Agrarprodukten wie Soja, Weizen, Mais und Rindfleisch.

AP/cpm

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