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Der Fleischskandal erreicht die Migros

Nicht nur bei Coop wurde abgelaufenes Fleisch verkauft. Auch Metzger der Migros haben laut einem Bericht des «Kassensturz» abgepacktes Fleisch wieder ausgepackt und als Frischfleisch angeboten.

In «Einzelfällen» wurde auch abgelaufenes Fleisch verkauft: Ein Mitarbeiter der Migros bedient an der Fleischtheke einen Kunden. (Symbolbild, 24. Februar 2009)
In «Einzelfällen» wurde auch abgelaufenes Fleisch verkauft: Ein Mitarbeiter der Migros bedient an der Fleischtheke einen Kunden. (Symbolbild, 24. Februar 2009)
Keystone

Der Grossverteiler Migros bestätigt gegenüber der Sendung «Kassensturz» des Schweizer Fernsehens «zwei oder drei Fälle», in denen abgelaufenes Fleisch als Frischfleisch verkauft wurde.

Eine Migros-Verkäuferin aus dem Kanton Aargau erzählte dem «Kassensturz», sie hätte regelmässig abgelaufenes Pouletfleisch verkaufen müssen. Die Kunden hätten sich manchmal beschwert, weil das Fleisch am nächsten Tag schleimig gewesen sei.

Nulltoleranz

Die Migros betont, es handle sich hier um Einzelfälle, denn ihre Metzger hätten keine finanziellen Anreize, ihre Kunden zu betrügen. Unternehmenssprecher Urs Peter Naef: «Wir haben weder Bonus- noch Anreizsysteme, die unsere Mitarbeitenden dazu verleiten könnten, ungesetzliche Dinge zu tun.» In der Migros gäbe es lediglich Fixlöhne.

Laut dem «Kassensturz» verbieten einige Migros-Genossenschaften das Auspacken von Fleisch bereits seit Jahren, einige jedoch nicht. Per sofort gelte nun aber wie bei Coop die «Nulltoleranz» in allen Filialen, sagt Migros-Sprecher Urs Peter Naef. Abgepacktes Fleisch wieder auszupacken und an der Frischtheke zu verkaufen, ist damit tabu.

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