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Der Auserwählte

LeBron James ist der beste und bestbezahlte Basketballspieler der USA. Nun sucht er ein neues Team. Um ihn tobt eine gigantische Übernahmeschlacht. Wallstreet-Konzerne und ganze Städte buhlen um ihn.

Der beste Basketballspieler ist nicht für seine Bescheidenheit bekannt: «Chosen 1» –- der Auserwählte – steht auf LeBron James' Rücken.
Der beste Basketballspieler ist nicht für seine Bescheidenheit bekannt: «Chosen 1» –- der Auserwählte – steht auf LeBron James' Rücken.
Keystone
Ein Fan ist sich sicher, dass LeBron James nach New York kommen wird.
Ein Fan ist sich sicher, dass LeBron James nach New York kommen wird.
Keystone
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«Wenn LeBron James eine Aktie wäre, dann würde ich sie kaufen», sagt Warren Buffett. Und es will etwas heissen, wenn einer der erfolgreichsten Grossinvestoren so etwas sagt. Der 25-jährige James ist zurzeit der wohl beste Basketballspieler der Welt. Und er verspricht für diejenigen, die sich in seiner Nähe befinden, einen Geldregen von Abermillionen Dollar. Das macht ihn zum Objekt der Begierde. Wie «Spiegel online» schreibt, ist kein Sportler so eng mit der Wallstreet verknüpft wie James. Er kontrolliert ein Multimillionenimperium aus Sponsoren, Markennamen und Investments.

Und seit dem Wochenende sucht dieser Überspieler, den sie auch «King James» nennen, ein neues Team. Bisher spielte er für die Cleveland Cavaliers. Nun ist er ein «free agent» und auf dem Spielermarkt frei verfügbar. Wer das beste Angebot macht, gewinnt. Ab Donnerstag darf offiziell verpflichtet werden. Der Verhandlungspoker läuft.

Die Qual der Wahl

Die Sportwelt in den USA interessiert sich nur noch für eine Frage: Wohin geht er? Die Fussball-WM interessiert dort niemanden mehr. «Es ist einfach nur verrückt», schrieb ein Analyst des Senders ESPN. «So etwas hat es noch nie gegeben.» Von Sommerloch keine Spur. Die «New York Times» spricht von einer «Seifenoper». Die ersten beiden Teams, die sich beim 2,03-Meter-Spieler präsentierten, waren die New Jersey Nets – die 2011 in den New Yorker Stadtteil Brooklyn übersiedeln – und die New York Knicks. Weitere mögliche Destinationen sind die Miami Heats, Chicago Bulls und die Los Angeles Clippers. Wettbüros sehen die Bulls als führend im Verhandlungspoker und die New Yorker eher als Underdogs.

«Komm schon, LeBron!»

Aber nicht nur die Teams buhlen um LeBron James, der sich «Chosen 1» (der Auserwählte) auf den Rücken tätowieren liess: Sein PR-Wert treibt auch den Bürgermeistern der Städte Glanz in die Augen. So versucht Michael Bloomberg alles, um den Basketball-Superstar nach New York zu holen. «Komm schon, LeBron!», ruft er auf einem eigens produzierten Werbefilm. Bloomberg hat offiziell ausrechnen lassen, dass ein Wechsel von LeBron James nach New York der lokalen Wirtschaft im Jahr 57,8 Millionen Dollar an Mehreinnahmen bringen würde.

US-Präsident Barack Obama würde den Star natürlich lieber in seiner Heimatstadt Chicago sehen. «Man könnte sich gut vorstellen, dass LeBron da ziemlich gut reinpasst», sagte er dem TV-Sender TNT.

Konzerne machen James ebenfalls hochfliegende Angebote, offerieren Privatjets und Penthouses. Die Börsenkurse der Sponsoren klettern vor Vorfreude nach oben, wie «Spiegel online» schreibt. James ist eine lohnende Investition. Allein Nike zahlt ihm mehr als zehn Millionen Dollar im Jar. Im Gegenzug lockt ein Vielfaches an Umsatz.

Welches Team, welche Stadt, welcher Top-Sponsor es auch immer schafft, sich diesen Fisch zu angeln, darf sich schon vor Beginn der neuen Saison als grosser Sieger feiern.

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