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«Den grössten Teil dieser Abgaben zahlen Arbeitnehmer und Kunden»

Economiesuisse lobt die Bereitschaft der Grossunternehmen, Steuern zu zahlen. Dabei schmückt sich die Wirtschaftslobby mit fremden Federn, kritisiert Gewerkschaftsökonom Daniel Lampart.

«Unternehmen müssen Steuern zahlen»: Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), ist nicht beeindruckt von der neuesten Economiesuisse-Studie. (Foto: 18. Mai 2009)
«Unternehmen müssen Steuern zahlen»: Daniel Lampart, Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), ist nicht beeindruckt von der neuesten Economiesuisse-Studie. (Foto: 18. Mai 2009)
Peter Klaunzer, Keystone

Herr Lampart, Economiesuisse verkündete gestern: «Staatsfinanzen: Gesichert dank Unternehmen». Quintessenz dieser neuen Studie: Grosse Kapitalgesellschaften sind «überproportional wichtige» Steuerzahler. Eine «unverzichtbare Stütze der Finanzierung des Staates». Das ist nicht zu bestreiten, oder?

Ehrlich gesagt, war ich etwas schockiert über diese sogenannte Studie. Der überwiegende Anteil der von Economiesuisse und PricewaterhouseCoopers ausgewiesenen Beiträge sind Abgaben, die gar nicht die Unternehmen zahlen, sondern ihre Arbeitnehmer und Kunden. Denn da werden nicht nur die gewinnabhängigen Steuern ausgewiesen, sondern die Sozialversicherungsbeiträge, die ja eigentlich Lohnabzüge sind. Zudem CO2-Abgaben oder Mehrwertsteuern, die alle auf die Kunden abgewälzt werden. Das mit einzubeziehen, ist schlicht irreführend.

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