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Das verlustreiche Jahr der CS

Der US-Hypothekenstreit sorgt für schlechte Zahlen bei der Grossbank. Und es gibt noch weitere Baustellen.

Die Zeiten waren schon besser: CS-Gebäude in Zürich. Foto: Ennio Leanza (Keystone)
Die Zeiten waren schon besser: CS-Gebäude in Zürich. Foto: Ennio Leanza (Keystone)

Der Totalumbau, den CS-Chef Tidjane Thiam seiner Bank verordnet hat, sorgt erneut für rote Zahlen. Der Reinverlust aus dem letzten Geschäftsjahr beläuft sich auf 2,4 Milliarden Franken. 2015 waren es 2,9 Milliarden Franken. Die hohe Busse im US-Hypothekenstreit ist die Ursache für das heftige Minus. Zum Vergleich: Die UBS konnte in den letzten zwölf Monaten 3 Milliarden Franken Gewinn erzielen.

Die CS leidet zudem unter der schlechten Marktstimmung, den tiefen Zinsen und der politischen Unsicherheit. Das sorgt für zurückhaltende Kunden und damit weniger Einnahmen. Der hohe Verlust der Bank war von den Experten erwartet worden. Thiam gelang es in den letzten Monaten, einige Fortschritte mit der CS zu erzielen. So gelang es in einigen Geschäftsbereichen, die Einnahmen zu erhöhen. Zudem hätte das Institut die Eigenkapitalausstattung – den US-Hypothekenvergleich herausgenommen – verbessert.

Glänzen konnte einmal mehr das Schweizer Geschäft der Bank. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Einnahmen in jedem Quartal an. An den Vorbereitungen zum Börsengang der Schweizer Tochter hält die Bank fest. Thiams Aussagen an der Analystenkonferenz lassen aber darauf schliessen, dass er nicht in Stein gemeisselt ist. Dies, da die Bank nun mit mehr Kapital ausgestattet ist.

Die Schrumpfkur geht weiter

Doch zeigt auch die Schweizer Tochter gewisse Schwächen. So sind 3,5 Milliarden Franken Kundenvermögen abgeflossen. Dafür seien saisonale Effekte verantwortlich, heisst es. Zudem hat die Bank externe Vermögensverwalter vor die Tür gesetzt, mit denen sie nicht mehr zusammenarbeiten wollte.

Auch aus Lateinamerika flossen Gelder ab. Das haben in den vergangenen Monaten auch andere Schweizer Banken erlebt, da dort einige Staaten Offenlegungsprogramme für unversteuerte Gelder durchführen. Neugelder strömten aus Asien und Europa zur Bank.

Die CS hat die Kosten deutlich gesenkt. Damit ist Thiam mit seiner Schrumpfkur der CS auf Kurs. Als er angetreten war, beliefen sich die Ausgaben auf mehr als 21 Milliarden Franken. Nun betragen sie noch 19,4 Milliarden Franken. In den nächsten beiden Jahren sollen sie um weitere 1,5 Milliarden Franken sinken. Trotz der verbesserten Lage wird CS-Chef Thiam also weiter eisern sparen.

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