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CS-Börsenhändler ist vorerst frei

Einer der beiden ehemaligen Börsenbroker der Credit Suisse, die in den USA des Betrugs angeklagt sind, ist gegen eine Kaution von 2,5 Millionen Dollar frei.

Der 36-Jährige Angeklagte hatte bei seiner ersten Anhörung vor einem Gericht in New York auf nicht schuldig plädiert. Der 35-jährige Mitangeklagte befindet sich ebenfalls auf freiem Fuss im Ausland. Er wird später in diesem Monat zur Anhörung erwartet.

Die beiden Händler sind am Mittwoch von der US-Börsenaufsicht SEC verklagt worden, weil sie ihren Kunden unsichere Anleihen untergejubelt haben sollten, derweil diese glaubten, die gekauften Wertpapiere basierten auf staatlich abgesicherten Studentendarlehen.

Gefälschte Mailnachrichten

Dazu hätten sie E-Mail-Nachrichten gefälscht, indem sie beispielsweise Begriffe wie «Hypothek» oder «Kredit» gestrichen und durch unverfängliche Wörter wie «Studentendarlehen» und «Ausbildung» ersetzten, heisst es in der Anklageschrift.

Die beiden Broker sollen auf diese Weise unerlaubt Wertpapiere mit erhöhtem Risiko im Wert von insgesamt über 1 Milliarden Dollar gekauft und demenstprechend höhere Kommissionen einkassiert haben. Die Anklage lautet auf Betrug und Verschwörung. Für die einzelnen Anklagepunkte drohen Höchststrafen von je 20 Jahren Gefängnis und Bussen bis zu 5 Millionen Dollar.

CS hat Fall selbst gemeldet

Dass die Betrügereien der beiden Broker auch Auswirkungen auf ihren ehemaligen Arbeitgeber Credit Suisse haben könnte, wird bei der Bank nicht erwartet. Mit Ausnahme des Hinweises, dass ein Teil der ertrogenen Kommissionen in die Kasse der CS geflossen sei, wird die Schweizer Bank in der Anklageschrift auch nicht erwähnt.

Die Klage der US-Staatsanwaltschaft betreffe primär die beiden ehemaligen Mitarbeiter, hiess es heute bei der Credit Suisse auf Anfrage.

Unmittelbar nachdem die CS die Betrügereien entdeckt habe, seien die beiden suspendiert worden und der Fall den Behörden gemeldet worden, sagte Banksprecherin Anna Brugnoli der Nachrichtenagentur SDA.

SDA/oku

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