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CS erzielt Gewinn von 1,1 Milliarden Franken

Die Schweizer Grossbank vermeldet für das erste Quartal 2011 schwarze Zahlen. Damit liegt sie etwas hinter den Erwartungen zurück. Beim Zufluss von neuen Kundengeldern bleibt die CS stark.

Während die Credit Suisse (CS) im ersten Quartal 2011 über 19 Milliarden Neugeld entgegengenommen hat, sind ihre Gewinnzahlen geprägt von der Investmentbank. In den Monaten Januar bis März hat die Bank schlechtere Resultate geschrieben als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, aber bessere als im Schlussquartal 2010.

Überraschend kommt dies für die Finanzwelt nicht. Viele der Bankenexperten sprachen von einem «soliden» Resultat. Am Vortag, als die UBS ihre Quartalszahlen vorlegte, zeigten sich die Analysten eher erstaunt, weil die grössere der beiden Grossbanken mit ihren 22,3 Milliarden Franken Nettoneugeld die Prognosen übertraf.

Die Credit Suisse nahm in der Vermögensverwaltung in der Summe 19,1 Milliarden Franken Neugeld entgegen, was die Experten ebenfalls erfreute. Vor einem Jahr waren es genau 26 Milliarden Franken gewesen, während im vierten Quartal 13,9 Milliarden Franken neu zur CS kamen.

Erholung der Investmentbank

Geprägt hat die CS genauso wie die UBS im ersten Quartal aber die Investmentbank. Nach einem Schwächeanfall im Schlussquartal 2010 erholte sich die Sparte, die mit Wertpapieren handelt oder Firmenfusionen durchführt. Der Vorsteuergewinn von 1,34 Milliarden Franken liegt weit mehr als doppelt so hoch wie im letzten Quartal 2010.

Dabei profitierte die CS-Investmentbank wie viele Konkurrenten auch von den Märkten. Im ersten Quartal geben die Kunden der Investmentbank erfahrungsgemäss mehr Aufträge. Gemessen am ersten Quartal 2010 liegt das aktuelle Resultat dennoch ein Viertel tiefer.

Unter dem Strich weist die CS für das erste Quartal einen Reingewinn von 1,14 Milliarden Franken aus. Ohne Bewertungseffekte sind es 1,61 Milliarden Franken. Im ersten Quartal 2010 hatte das Finanzhaus noch 2,06 Milliarden eingefahren. Im Schlussquartal 2010 waren es dagegen nur 841 Millionen Franken gewesen.

Keine Angst vor Regulatoren

Den neuen Kapitalregeln für die Grossbanken steht die CS grundsätzlich positiv gegenüber. «Die Finanzkrise hat eindrücklich gezeigt, dass Banken strengere Kapitalvorschriften einhalten müssen», sagte Konzernchef Brady Dougan.

Die CS muss wie ihre Konkurrenten als Konsequenz aus der Finanzkrise künftig viel höhere Reserven bereithalten. Für die Schweizer Grossbanken CS und UBS dürften ab 2018 nach Empfehlung einer vom Bundesrat eingesetzten Expertenkommission 19 Prozent Eigenkapitalunterlegung für die Aktiven als Richtschnur gelten, was deutlich mehr ist als international diskutiert.

Die CS kann dies nach eigenen Angaben auch stemmen. Laut Verwaltungspräsident Hans-Ulrich Doerig, der sein Amt am kommenden Freitag abgeben wird, hat sich die Bank seit drei Jahren auf die neue Situation vorbereitet, wie er in einem Interview mit Schweizer Radio DRS sagte.

CS gelassen

CS-Chef Dougan erwartet für die CS wegen der Regulierung auch keine entscheidenden Wettbewerbsnachteile. Die CS wolle mit den Regulierungsbehörden zusammenarbeiten, betonte er. Genauso wie die UBS hatte die Bank einen Vertreter in der Expertenkommission, die 2010 Vorschläge für eine Schweizer Bankenregulierung ausarbeitete.

Oswald Grübel, Chef der Konkurrentin UBS, hatte am Vortag anlässlich der Präsentation der Quartalsresultate seiner Bank aber erneut sehr kritische Fragen zur Regulierung geäussert. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Dougan befürchtet er Wettbewerbsnachteile.

SDA/mdm/bru

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