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Clariant wechselt den Chef aus

Konzernchef Jan Secher verlässt den Chemiekonzern. Seinen Job übernimmt der Deutsche Hariolf Kottmann.

Der Spezialchemiekonzern aus Muttenz BL weist seit Jahren schwache Ergebnisse aus. Der Umsatz stagnierte seit 2003 zwischen 8,0 und 8,7 Milliarden Franken. Die Reingewinnmarge kletterte nie über 2 Prozent. 2006 schrieb Clariant gar 78 Millionen Franken Verlust. 2007 schaffte der Chemiekonzern nur gerade einen kleinen Gewinn von 5 Millionen Franken. Kein Wunder steht der Aktienkurs heute 40 Prozent tiefer als vor fünf Jahren.

Der Konzern kämpft mit höheren Rohstoffkosten und Energiepreisen und mit dem schwachen US-Dollar, der seine Produkte für amerikanische Käufer verteuert. Unter dem Schlagwort «Clariant 2010» wollte Secher das Unternehmen bis 2010 mit Werksschliessungen und über 2000 gestrichenen Stellen wieder in die Gewinnzone bringen.

Zu viele zu normale Produkte

Kritiker sahen seit Jahren im Produktbereich des Konzerns seinen Schwachpunkt. Clariant produziere für einen Anbieter aus einem Hochpreisland zu wenig spezialisierte und innovative und zu viele alltägliche Produkte, heisst es. Entsprechend versuchte sich der Konzern unter Secher besser zu fokussieren: Er reduzierte seine Produktepalette, die Textil-, Leder- und Papierchemikalien umfasst, um ein Fünftel.

Sechers Nachfolger, der 53-jährige Deutsche Hariolf Kottmann, war zuletzt Mitglied der Geschäftsleitung des deutschen Karbonfaserherstellers SGL Carbon. Kottmann hat an der Universität Stuttgart Chemie studiert und dort 1984 in Organischer Chemie promoviert. 1985 begann er seine Karriere im Hauptlabor der ehemaligen Hoechst AG in Frankfurt.

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