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Chavez schliesst weitere Bank

Die venezolanische Regierung hat die achtgrösste Bank des Landes vorübergehend geschlossen. Der Präsident der Bank zeigt sich überrascht.

Grosse Unsicherheit: Kunden stehen vor einer Banco Federal-Filiale in Caracas an.
Grosse Unsicherheit: Kunden stehen vor einer Banco Federal-Filiale in Caracas an.
Keystone

Die venezolanische Regierung hat die achtgrösste Bank des Landes wegen angeblicher Liquiditätsprobleme vorübergehend unter staatliche Aufsicht gestellt. Zur Begründung sagte Bankenminister Humberto Ortega Diaz am Montag (Ortszeit), das Institut Banco Federal verfüge über zu wenige eigene Mittel, um seine Liquidität aufrecht erhalten zu können.

Zur Sicherung der Einlagen der Kunden würden die Geschäfte eingestellt und sämtliche Filialen geschlossen. Innerhalb von 60 Tagen soll die Entscheidung über eine mögliche Wiedereröffnung fallen.

Eine Welle der Verstaatlichungen

Bankchef Nelson Mezerhane, Miteigentümer des regierungskritischen TV-Senders Globovision, zeigte sich «sehr überrascht» von der Schliessung seines Instituts und vermutete politische Motive als Hintergrund.

«Wer nicht einverstanden ist mit dem Wahnwitz (der Regierung), muss auf diese Weise bezahlen», sagte Mezerhane auf Globovision. An den rund 150 Filialen der Banco Federal waren im Jahr 2009 landesweit rund 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Die Regierung von Präsident Hugo Chavez liess seit November 2009 etwa zehn kleinere Privatbanken unter staatliche Kontrolle stellen, von denen einige geschlossen wurden.

AFP/jak

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