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«Cayman Islands sind nicht zwingend»

Die Zweckgesellschaft für die UBS-Ramschpapiere muss ihren Sitz auch nach Ansicht des Vorsitzenden Thomas Jordan nicht unbedingt auf den Cayman Islands haben.

Thomas Jordan, Direktionsmitglied der Schweizerischen Nationalbank (SNB), folgt damit der Ansicht von Micheline Calmy-Rey. Die Bundesrätin hatte am Mittwochabend erklärt, vielleicht müssten andere Lösungen geprüft werden. Der Sitz ist umstritten, weil die Cayman Islands etwa nach Ansicht der SP für Steuerflucht und ein dereguliertes Rechtssystem stehen.

Mehrfache Besteuerung verhindern

Jordan unterstrich in einem Interview mit der Zeitung «Le Temps», die Frage des Standorts sei von untergeordneter Bedeutung. Wichtig sei, dass die Zweckgesellschaft nicht doppelt oder dreifach besteuert werde. «Wir haben den Sitz aus juristischen Gründen gewählt», sagte Jordan. Die Cayman Islands seien für diese Art von Operationen geeignet. Doch wenn ein anderer Standort vergleichbare Bedingungen anbiete, «könnten wir auch diesen wählen».

In Zusammenhang mit dem am Montag präsentierten alternative SP-Rettungsplan sagte Jordan, der Faktor Zeit sei von grosser Bedeutung. Der vor Wochenfrist präsentierte Rettungsplan des Bundes habe den Vorteil, dass er bereit sei und dass man bereits damit begonnen habe, ihn umzusetzen.

In die von SNB und UBS gebildeten Zweckgesellschaft sollen die Ramschpapiere der UBS ausgelagert werden. Vorgesehen ist ein Aktienkapital von sechs Milliarden Dollar.

SDA/vin

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