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Breites Export-Plus zum Jahresstart

Der Schweizer Exporthandel hat einen guten Start ins 2013 hingelegt: Im Januar stiegen die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 4,5 Prozent. Allen voran die Nahrungsmittelindustrie. Nur zwei Branchen büssten kräftig ein.

Das Jahr 2013 begann für die Mehrheit der Exportbranchen erfreulich, verzeichneten doch sieben der neun wichtigsten Branchen im Januar gestiegene Ausfuhren. Dabei konnte namentlich in Nordamerika und in der EU mehr abgesetzt werden. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,1 Milliarden Franken.

Allen voran konnte die Nahrungs- und Genussmittelbranche deutlich zulegen. Die Exporte stiegen hier um 20,2 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) heute mitteilte. Die Uhrenindustrie wuchs ebenfalls zweistellig mit einem Plus von 10,8 Prozent gegenüber dem Januar 2012. Die wichtigste Schweizer Exportbranche, die chemisch-pharmazeutische Industrie, wies ein Plus von 7,8 Prozent aus.

Ware für über 3 Milliarden nach Deutschland

Trotz der Euro-Krise haben die Schweizer Exporte in die Euro-Zone deutlich zugelegt. Am stärksten boomten die Ausfuhren nach Irland, die dank der Agrochemikalien um 150 Prozent auf 120 Millionen Franken in die Höhe schossen. Auch nach Österreich konnten die Schweizer Exporteure ihre Lieferungen um beinahe die Hälfte auf 562 Millionen Franken steigern.

An Deutschland, den wichtigsten Handelspartner der Schweiz, lieferten hiesige Produzenten Waren für 3,3 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch nach Italien stiegen die Exporte um 1,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken.

Weniger Exporte nach Frankreich

Dagegen macht sich die holprige Wirtschaft in Frankreich bemerkbar. Die Schweizer Ausfuhren ins westliche Nachbarland sanken um 2,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken. Weiter brachen die Exporte ins krisengeschüttelte Griechenland um 15 Prozent auf noch magere 91 Millionen Franken ein.

Noch schlechter sieht es bei den Importen aus Hellas aus. Die Schweiz bezog im Januar gerade noch einmal Waren für 11 Millionen Franken. Das ist ein Taucher von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Briten kaufen weniger

Herbe Rückschläge mussten auch die Exporte nach Grossbritannien und Dänemark (je -19 Prozent) und Rumänien (-23 Prozent) hinnehmen.

Kräftig zogen indes die Exporte nach Nordamerika ( 11,7 Prozent auf 2,3 Milliarden Fr.) und nach Afrika ( 35,4 Prozent auf 287 Millionen Fr.) an. Ägypten, Algerien, Libyen und Nigeria fragten wieder deutlich mehr Schweizer Waren ab.

In Asien ist das Bild durchzogen. Während die Exporte nach China, Hongkong und Singapur um rund 14 bis 16 Prozent kletterten, tauchten die Ausfuhren in den Mittleren Osten (-17 Prozent) und Japan (-15 Prozent). Insgesamt stiegen die Exporte nach Asien noch um 3,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken.

Auch Lateinamerika verzeichnete ein Minus von 4 Prozent. Einbrüche erlitten die Exporte nach Brasilien (-26 Prozent) und Argentinien (-16 Prozent). Dagegen kletterten die Ausfuhren nach Mexiko ( 13 Prozent) und Kolumbien ( 12 Prozent) deutlich. Ebenfalls gesunken sind die Exporte nach Ozeanien (-3,8 Prozent).

Die Einfuhren stiegen dagegen nur leicht an. Im Januar wurden für insgesamt 14,6 Milliarden Franken Waren und Güter aus dem Ausland in die Schweiz importiert. Dies entspricht einem Plus von 0,4 Prozent. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 2,1 Milliarden Franken.

SDA/wid

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