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Börsen weltweit unter Druck

Unter dem Eindruck der Finanzkrisen in Griechenland und Portugal sind die Kurse an den Aktienbörsen in Asien am Mittwoch deutlich zurückgegangen. Gestern geschah das gleiche in Europa und den USA.

Die Abstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals durch die Ratingagentur Standard & Poor's hat am Mittwoch auch die Stimmung der Händler an den Börsen in Asien getrübt. Der Nikkei-Index der asiatischen Leitbörse in Tokio verlor bis Handelsschluss 2,6 Prozent und sank auf 10'925 Punkte. Auch die Märkte in Seoul, Singapur, Taipeh und Shanghai waren im Minus. Der Euro indes erholte sich leicht, nachdem er am Vortag in den USA zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit einem Jahr gefallen war.

Standard & Poor's hatte die Bewertung der griechischen Staatsanleihen am Dienstag um drei Noten auf BB& herabgestuft. Diese Note bezeichnet Ramschanleihen, bei denen die Ratingagentur davon ausgeht, dass der Schuldner im Schnitt nur 30 bis 50 Prozent der Verbindlichkeiten begleichen wird. Die Kreditwürdigkeit Portugals stufte Standard & Poor's am Dienstag um zwei Stufen herab. Dies nährte Befürchtungen, Spekulanten könnten das Land zu ihrem nächsten Ziel machen.

Heftige Verluste

Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands und Portugals hat zuvor am Dienstag an den US-Börsen eine Verkaufswelle ausgelöst. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Schluss 1,9 Prozent auf 10.992 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 gab 2,3 Prozent auf 1184 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um zwei Prozent auf 2471 Stellen.

Auch die grösseren lateinamerikanischen Börsen haben am Dienstag heftige Verluste erlitten. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires fiel der Aktien-Index Merval um 62,41 Zähler (2,56 Prozent) auf 2374,52 Punkte. Der Bovespa-Index im brasilianischen Sao Paulo brach um 2360,84 Zähler (3,43 Prozent) auf 66 511,10 Punkte ein. In Mexiko-Stadt gab der IPC-Index um 1092,19 Zähler (3,23 Prozent) auf 32 679,36 Punkte nach.

Markt weiterhin beunruhigt

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag ebenfalls deutlich tiefer geschlossen. Der Handel mit Aktien war geprägt von den Sorgen um Griechenland und Portugal. Nach Börsenschluss stand der SMI 2 Prozent tiefer bei 6'667,74 Punkten.

So tief notierte der SMI zuletzt im Februar. Der breite Swiss Performance Index (SPI) sank um 2,01 Prozent auf 5'913,93 Punkte. Der Markt sei weiterhin beunruhigt angesichts der Diskussionen um das Rettungspakt für Griechenland, so ein Händler. Die gestiegenen Risikoaufschläge auf griechische Staatsanleihen seien ein Indiz dafür.

afp/sda/ddp/sam

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