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Bestrafte UBS-Kunden: Verblüffend ähnliches Profil

Gefängnis, Hausarrest oder Bussen: Die UBS-Kunden, deren Bankdaten die Schweiz an die USA ausgeliefert hat, werden hart angepackt. Ein New Yorker muss 22 Millionen Franken Strafe zahlen.

Die Namen von 17 ihrer Kunden wurden im Web veröffentlicht: UBS-Hauptsitz in New York (rechts).
Die Namen von 17 ihrer Kunden wurden im Web veröffentlicht: UBS-Hauptsitz in New York (rechts).
Keystone

Die US-Behörden bringen die Kunden serienweise vor Gericht, wo sie zu Gefängnis, Hausarrest oder Bussen verurteilt werden. Zudem publiziert die Steuerbehörde IRS im Internet ihre Namen, ihren Wohnort, die Höhe der hinterzogenen Steuern und das Gerichtsurteil, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Die im Netz veröffentlichte Liste umfasst bis jetzt 17 Namen, von denen ein Teil rechtskräftig verurteilt ist. Sie gehören zu jenen 255 UBS-Kunden, deren Daten im Februar 2009 von der Finanzmarktaufsicht (Finma) an die USA übergeben wurden. Die Herausgabe einer zweiten Tranche von 4450 Kundennamen läuft noch.

Öl-, Yacht-, Spielzeug- oder Schmuckhändler

Die bisher schwerste Strafe erhielt gemäss der IRS-Liste ein 65-jähriger Mann aus Florida, der für zehn Monate ins Gefängnis muss. Die höchste Strafzahlung muss ein Uhrenhändler aus New York leisten: Der Mann war über 40 Jahre lang UBS-Kunde. Jetzt muss er umgerechnet 22 Millionen Franken Strafe zahlen, weil er bei der UBS mehr als 40 Millionen Dollar versteckt hatte.

Die 17 UBS-Kunden auf der IRS-Liste haben ein verblüffend ähnliches Profil: Es handelt sich fast ausschliesslich um ältere Herren, namentlich um Öl-, Yacht-, Spielzeug- oder Schmuckhändler, die alle mindestens eine Million Dollar bei der UBS versteckt hatten.

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