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Bern für US-Konzern keine Option mehr

Der Pharma-Grosshändler Walgreens erwog, nach einer Fusion seinen Hauptsitz in die Bundeshauptstadt zu verlegen. Dann kam es zum Aufstand.

Keine Lust mehr auf Hauptsitz in Bern: Filiale von Walgreens in den USA.
Keine Lust mehr auf Hauptsitz in Bern: Filiale von Walgreens in den USA.
Keystone

Der amerikanische Pharma-Grosshändler Walgreens will die Mehrheit am europäischen Pharmahändler Alliance Boots mit Sitz in Bern übernehmen. Der Hauptsitz des Konzerns soll aber in den USA bleiben.

Eine Verlagerung des Sitzes ausserhalb der USA sei langfristig nicht im Interesse der Aktionäre, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Eine solche Konzernstruktur hätte möglicherweise einer Prüfung der Steuerbehörden nicht Stand gehalten. Zuvor war spekuliert worden, Walgreens könnte anlässlich der Alliance-Boots-Übernahme den Sitz nach Bern verlegen, um Steuern zu sparen.

«Ihre Kunden sind zutiefst patriotisch»

Politiker hatten in Washington den Druck auf den Konzern aus dem US-Bundesstaat Illinois zuletzt massiv erhöht, diesen Schritt zu unterlassen. «Ihre Kunden sind zutiefst patriotisch und werden einer Abkehr aus den USA nicht zustimmen», schrieb im Juli etwa der US-Senator Richard Durbin aus Illinois an Präsident Barack Obama, der ebenfalls aus diesem Bundesstaat stammt.

Walgreens hält seit 2012 bereits 45 Prozent an Alliance Boots. Die restlichen 55 Prozent sollen bis im Februar des nächsten Jahres übernommen werden. Der Pharmahändler bezahlt dafür 5,29 Milliarden Dollar. Für die ersten 45 Prozent hatte Walgreens vor zwei Jahren 6,7 Milliarden Dollar hingelegt.

SDA/cpm

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