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Bei der «Basler Zeitung» hellt es sich auf

Die Basler Zeitung Medien konnte den Konzernverlust im vergangenen Geschäftsjahr von 20,9 Millionen auf 2,2 Millionen Franken verringern. Für 2011 wird wieder ein Gewinn erwartet.

Rechnet für das nächste Jahr wieder mit einem Gewinn: BaZ-Verleger Moritz Suter.
Rechnet für das nächste Jahr wieder mit einem Gewinn: BaZ-Verleger Moritz Suter.
Keystone

Die Basler Zeitung Medien (BZM) ist wieder zuversichtlicher. Die Talsohle ist durchschritten. Bei einem Umsatz von 323,2 Millionen Franken resultierte im letzten Geschäftsjahr auf Stufe Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ein Ergebnis von 28,2 Millionen Franken. Das Geschäftsjahr umfasst ausnahmsweise 18 Monate. Vergleiche mit früheren Ergebnissen sind daher nicht möglich. Künftig deckt sich jedoch bei der BZM das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr.

Für das laufende Geschäftsjahr hat sich die BZM unter Verwaltungsratspräsident Moritz Suter und CEO Roland Steffen einen Ebitda von 22 Millionen Franken zum Ziel gesetzt. Angestrebt wird auch ein positives Konzernergebnis. Für das laufende Jahr ist kein weiterer Stellenabbau geplant.

Kostensenkungsmassnahmen zeigen Wirkung

Dass Ende 2010 noch nicht schwarze Zahlen geschrieben werden konnten, begründet das Unternehmen mit ausserordentlichen Abschreibungen. Die bessere operative Leistung wird auf umfassende Kostensenkungsmassnahmen zurückgeführt, die auch eine Reduktion der Vollzeitstellen um 188 auf 720 beinhalteten.

Die BZM, die sich über Jahrzehnte im Besitz der Basler Verlegerfamilie Hagemann befunden hatte, wurde im Februar 2010 vom Tessiner Financier Tito Tettamanti und vom Anwalt Martin Wagner übernommen. Nach einem Wirbel um ein Beratungsmandat von Christoph Blochers Robinvest ging das Unternehmen im November 2011 an den Crossair-Gründer Moritz Suter über.

Schuldenabbau hat Priorität

Die Diskussionen um die Besitzverhältnisse bei der BZM sind indessen nicht verstummt. Für Moritz Suter ist die Situation aber klar, wie er in seinem ersten Geschäftsbericht festhält: Die Mittel für die BZM-Holding stammten aus seinem privaten Vermögen.

Er habe ein Unternehmen mit Schulden von weit über 100 Millionen Franken gekauft, sagt Suter weiter. Die Finanzkosten beziffert er auf 6 Millionen Franken, was «enorm» sei. Die Schulden sollen nun um jährlich 3 Millionen Franken reduziert werden.

SDA/amu

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