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Baselworld bringt Messe Millionenverlust

Die Messe hat im ersten Halbjahr weniger als im Vorjahr verdient. Für das Gesamtjahr geht die MCH-Gruppe von einem Verlust in bis zu dreistelliger Millionenhöhe aus.

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Bereits 2017 musste MCH aufgrund des Bedeutungsverlusts von Baselworld Millionen Franken auf ihrem Messegebäude abschreiben.
Bereits 2017 musste MCH aufgrund des Bedeutungsverlusts von Baselworld Millionen Franken auf ihrem Messegebäude abschreiben.
Keystone

Die Messebetreiberin MCH ist bereits im ersten Halbjahr mit einem hohen Verlust konfrontiert: Trotz messezyklischem Rückenwind verdient die Gruppe weniger als im Vorjahr. Grund dafür ist vor allem die deutlich geschrumpfte Uhren- und Schmuckmesse Baselworld.

Im ersten Halbjahr hat die MCH-Gruppe trotz deutlich kleinerer Baselworld den Betriebsertrag von 305,6 Millionen Franken im Vorjahr auf nun 356,6 Millionen Franken gesteigert. Der Grund dafür sei der günstige Messezyklus in diesem Jahr, teilte die MCH Group am Dienstag mit. So fand in diesem Frühling die Baumesse Swissbau statt, zudem leistete erstmals die übernommene US-Firma MC2 über die ganze Berichtsperiode ihren Umsatzbeitrag.

Gewinnzahlen halten trotz Umsatzentwicklung nicht mit

Mit der Umsatzentwicklung konnten jedoch die Gewinnzahlen nicht mithalten. Der Ebitda sank auf 53,4 Millionen Franken nach 63,7 Millionen Franken in der Vorjahresperiode. Der Konzerngewinn reduzierte sich um 17 Prozent auf 21,9 Millionen Franken. Diese Rückgänge sind laut Mitteilung auf Baselworld zurückzuführen. Die Auswirkungen der Absage des grössten Ausstellers Swatch sind darin jedoch noch nicht enthalten. Diese werden jedoch im zweiten Halbjahr zu einem Verlust führen.

Weitere Wertberichtigung erwartet

Die Gruppe geht nämlich davon aus, dass eine weitere Wertberichtigung für die Messehallen in Basel getätigt werden muss. Schon 2017 musste MCH aufgrund des Bedeutungsverlusts von Baselworld über 100 Millionen Franken auf ihrem Messegebäude abschreiben. Zusätzlich zu dieser absehbaren Wertberichtigung geht MCH von einem messzyklisch ungünstigen zweiten Halbjahr aus. Es falle die Prodex und Swisstech weg, die vom Herbst 2018 ins Frühjahr 2019 verschoben werden mussten, hiess es in der Mitteilung.

Zudem seien die Entwicklungskosten für die Erstdurchführung der Grand Basel höher als ursprünglich geplant. MCH erwartet aus diesen Gründen für das Gesamtjahr einen Verlust vor Sonderabschreibungen im einstelligen Millionenbereich. Inklusive Wertberichtigung rechnet die Gruppe mit einem Jahresverlust in bis zu dreistelliger Millionenhöhe.

Neuer Interims-Chef

Mit den Halbjahreszahlen meldet das Unternehmen auch die Wahl eines neuen Interim-Chefs. Der Verwaltungsrat hat per 4. September 2018 Hans-Kristian Hoejsgaard zum interimistischen Chef der MCH Group gewählt. Er wird diese Funktion bis zur definitiven Neubesetzung der operativen Leitung ausüben. Der 60-jährige Hoejsgaard ist dänischer Staatsbürger und hat über 30 Jahre Erfahrung in leitenden Funktionen in der Luxus- und Konsumgüterindustrie sowie im Fachhandel.

(SDA)

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