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«Basel III macht Banken sicherer»

Die neuen «Basel III»-Regeln machen die Banken sicherer. Das sagt der St. Galler Bankenprofessor Manuel Ammann. Der Vorschlag sei zwar ein Kompromiss, aber einer mit Konsequenzen.

Die von 4 auf 6 Prozent erhöhte Kernkapitalquote beinhalte auch noch qualitative Anforderungen und dies gebe den Ausschlag, erklärte Bankenprofessor Manuel Ammann in den Nachrichten von Schweizer Radio DRS. Die Banken müssten ihre Mittel im Krisenfall schnell liquide haben. Und diese Mittel müssten sie aus Gewinnreserven und Aktienkapital bereit halten.

Das bedinge Kapitalerhöhungen, die sich nicht über Knie brechen lassen. Die Übergangsfristen seien darum berechtigt.

Nicht mehr alle Wertpapiere anrechnen

Ob die neuen Regeln tatsächlich streng genug seien, lasse sich erst nach einer erneuten Krise sagen. Tatsächlich stellten sie eine Verschärfung dar, obwohl die Eigenkapitalanforderungen nur unwesentlich steigen.

Die Banken könnten künftig nicht mehr alle möglichen Wertpapiere anrechnen, sondern nur noch echtes Aktienkapitel. Damit stünden mehr Eigenmittel als Puffer für Verluste zur Verfügung.

Die Frage der ganz grossen, systemrelevanten Banken sei noch nicht gelöst, sagte Ammann weiter. Diese Banken, die im Interesse der Volkswirtschaft nicht pleite gehen dürften, müssten weiterhin vom Staat gerettet werden.

(SDA)

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