Zum Hauptinhalt springen

Banker demonstrieren in Frankfurt

Die Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank verunsichert die Mitarbeiter. Allein in Frankfurt sollen 4700 Stellen wegfallen. Gegen diese Massnahme und für mehr Lohn haben Tausende Mitarbeiter protestiert.

«Finger weg vom Samstag» oder «Gib 8 Ackermann» steht auf Transparenten der Demonstranten in Frankfurt. Verdi verlangt unter anderem eine Gehaltserhöhung von acht Prozent, keine dauerhafte Samstagsarbeit und einen 12-monatigen Kündigungsschutz. Bislang ist es bei drei Verhandlungsrunden noch zu keiner Einigung mit den Arbeitgebern gekommen. Nächster Termin ist der 16. September.

Nach Bekanntgabe der Fusion von Commerzbank und Dresdner Bank richtet sich die Demonstration aber vor allem gegen die Übernahme. Rund 9000 von insgesamt 67’000 Arbeitsstellen drohen wegzufallen. Vor allem die Beschäftigten der Dresdner Bank fürchten, von dem Jobabbau betroffen zu sein. Der Betriebsratsvorsitzende der Dresdner-Bank-Zentrale, Hans-Georg Binder, geht davon aus, dass allein in Frankfurt 4700 Stellen wegfallen.

Verdi spricht von 3000 Stellen, die in Frankfurt bedroht sind. «Wir werden um jeden Arbeitsplatz kämpfen und fordern umgehend Verhandlungen über einen Integrations- und Sozialtarifvertrag mit weitreichenden Vereinbarungen zu Standortsicherung und Beschäftigungsgarantien», sagt Verdi-Bundesvorstand Uwe Foullong. Bei den Beschäftigten der Dresdner Bank gebe es «sehr massive Ablehnung bis hin zu Wut», sagt Foullong. Sie fühlten sich vom Allianz-Vorstand verkauft.

Banker protestieren für Kündigungsschutz

Besonders bei den Angestellten in der IT-Abteilung, der Buchhaltung oder dem Controlling ist die Angst um den Arbeitsplatz gross. «Die Commerzbank hat genauso ein Rechnungswesen, die brauchen nicht plötzlich doppelt so viel Leute. Da werden nur die Zahlen in den Büchern grösser», meint Rudi Christ, der seit 30 Jahren im Rechnungswesen der Dresdner Bank arbeitet.

Deswegen erwarten viele der Beschäftigten eindeutige Vereinbarungen zur Beschäftigungssicherung. «Der Kündigungsschutz soll in den Tarifvertrag mit rein. Deswegen bin ich hier», fordert Investmentbanker Thomas Wolf. Er schätzt, dass bei den rund 2000 Frankfurter Investmentbankern jeder zweite Arbeitsplatz wegfallen wird.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch