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Banken reiben sich die Hände und lobbyieren heftig weiter

Mit den bisher beschlossenen Regulierungen zu Basel III haben die Banken einen Zwischensieg errungen. Jetzt versuchen sie, strengere Massnahmen für systemrelevante Institute zu verhindern.

Seit den Schockwellen nach der Lehman-Pleite kann jede systemrelevante Bank im Krisenfall ihrer Rettung sicher sein: Ein Beschäftigter verlässt die bankrotte Bank am 14. September 2008 mit seinen persönlichen Gegenständen.
Seit den Schockwellen nach der Lehman-Pleite kann jede systemrelevante Bank im Krisenfall ihrer Rettung sicher sein: Ein Beschäftigter verlässt die bankrotte Bank am 14. September 2008 mit seinen persönlichen Gegenständen.
Reuters

Die Basel-III-Vereinbarung, die den Banken strengere Eigenkapitalvorschriften auferlegt, kam der Finanzbranche deutlich entgegen. Das ist nicht nur der Tenor in der Finanzpresse weltweit, das zeigte sich vor allem auch am Verlauf der Aktienkurse, nachdem die Regeln bekannt wurden. Die Finanztitel machten überall einen Freudensprung. An den Märkten wird offenbar nicht ernsthaft damit gerechnet, dass wegen der neuen Vorschriften die Gewinnerwartungen der Finanzinstitute heruntergeschraubt werden müssen. Als besonderer Erfolg der Bankenlobby werden die überaus langen Übergangsfristen gesehen, die bis 2019 reichen. In einer Kolumne der «Financial Times» wird darauf verwiesen, dass innerhalb dieses Zeitrahmens in der Vergangenheit gleich zwei weltweite Krisen auf den Finanzmärkten stattgefunden haben: von der geplatzten Technologieblase im Jahr 2000 bis zur Katastrophe im Jahr 2008.

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