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Auf ein Tässchen Dolce Gusto mit der Kanzlerin

Niemand trinkt mehr von Nestlés Dolce-Gusto-Kaffee als die Deutschen. Zur Einweihung seiner grössten Kapselfabrik hat der Schweizer Konzern Angela Merkel eingeladen.

Nestlé-Chef Paul Bulcke (l.) und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mit einem Glas Dolce-Gusto-Kaffee in Schwerin. (31. Mai 2013)
Nestlé-Chef Paul Bulcke (l.) und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel mit einem Glas Dolce-Gusto-Kaffee in Schwerin. (31. Mai 2013)
Keystone

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und die Spitze des Lebensmittelkonzerns Nestlé haben am Freitag symbolisch den Grundstein für die grösste Kaffeekapsel-Fabrik des Unternehmens in Europa gelegt. Ab Mitte 2014 sollen am Stadtrand von Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt jährlich bis zu zwei Milliarden Kapseln der Marke Dolce Gusto produziert werden. Nestlé investiert in das Werk 220 Millionen Euro, 21,5 Millionen Euro werden von der Schweriner Landesregierung subventioniert. Es handelt sich um die bislang grösste Investition von Nestlé in Deutschland.

Mit zweistelligen Wachstumsraten sei Deutschland «mit Abstand» wichtigster Absatzmarkt für Dolce-Gusto-Kapseln, sagte Nestlé-Chef Paul Bulcke. Der Lebensmittelkonzern investiere «dort, wo unsere Kunden sind» – und sei zuversichtlich, dass auch auf einem gesättigten Markt Wachstum möglich sei.

Merkel dankte dem Konzern, dass er sich für Deutschland entschieden habe. Für Schwerin habe es sich als Vorteil erwiesen, dass in den vergangenen Jahren die Infrastruktur ausgebaut worden sei, sagte die Kanzlerin.

Jede sechste Kapsel nach Deutschland

Nestlé hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr weltweit rund drei Milliarden Kapseln verkauft, jede sechste davon in Deutschland. In Europa sei der Absatz um 30 Prozent gestiegen. Auf elf von 16 bedeutenden europäischen Märkten für portionierten Kaffee sieht sich Nestlé als Marktführer. Der Nestlé-Konzern verkauft mit «Nespresso» einen weiteren portionierten Kaffee.

Bislang produziert Nestlé Kaffeekapseln im englischen Tutbury und im spanischen Girona. Schwerin wurde als Standort für das neue Werk unter anderem wegen der günstigen Lage zwischen zwei grossen Absatzmärkten in Hamburg und Berlin und der Nähe zum Rohkaffee-Import-Hafen Hamburg ausgewählt.

Fabrik mit Nachhaltigkeitsmassstäben

In Schwerin sollen auf zwölf Produktionslinien täglich bis zu 60 Tonnen Rohkaffee verarbeitet werden. Neben den Märkten in Deutschland sollen auch Nord- und Osteuropa beliefert werden. Die Fabrik auf einer Fläche von sieben Fussballfeldern werde nach Nachhaltigkeitsmassstäben gebaut und entsprechend wenig Energie und Wasser verbrauchen, erklärte das Unternehmen. Bulcke sagte, der Konzern investiere über zehn Jahre weltweit rund 411 Millionen Euro in eine nachhaltige Produktion und Verarbeitung des Kaffees.

Mit 450 Arbeitsplätzen wird die Fabrik zu einem der grössten Arbeitgeber in der Region. Für das Agrarland Mecklenburg-Vorpommern stellt das neue Werk die grösste Investition in die Ernährungswirtschaft seit 1990 dar, wie das Schweriner Wirtschaftsministerium erklärte.

AFP/rub

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