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Asiens Börsen stürzen ab

Der Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten hat sich in Asien fortgesetzt. Grund dafür ist vor allem die Angst vor einer weltweiten Wirtschaftskrise und schlechte Unternehmensnachrichten.

Die grössten Einbussen gab es in Südkorea mit mehr als 8 Prozent. Der asiatische Leitindex Nikkei verlor in Tokio 6,4 Prozent auf 8.120 Punkte und lag im frühen Handel sogar mit etwa 7 Prozent im Minus. In Hongkong rutschte der Hang Seng um 5,7 Prozent nach unten. Abwärts ging es auch an den Börsen in Australien und Neuseeland.

Die schlechten Vorgaben für die asiatischen Händler kamen aus den USA, wo der Dow-Jones-Index mit den 30 wichtigsten Titeln am Mittwoch um 5,69 Prozent auf 8519,21 Punkte sank. Der breiter gefasste S&P 500 verlor sogar 6,1 Prozent und schloss auf dem niedrigsten Stand seit April 2003. Experten zufolge fürchten Börsianer inzwischen mehr schlechte Unternehmensergebnisse als die Bankenkrise.

Wie stark die Konjunktur die Wirtschaft belastet, lässt sich von schlechten Ergebnissen in fast vielen Branchen ablesen. Am Mittwoch etwa gab es enttäuschende Zahlen von der Bank Wachovia, die kurz vor dem Verkauf steht, aber auch von Boeing und dem Pharmahersteller Merck & Co. Ein Lichtblick für Börsianer war McDonald's. Der Fast-Food-Konzern kann von wirtschaftlich schlechten Zeiten profitieren, weil sich dann seine Sparmenüs besonders gut verkaufen.

Gewinne von vergangener Woche weg

Der Ausverkauf an der Wall Street begann im September nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers. Die Märkte erholten sich etwas in der vergangenen Woche, die der Dow Jones mit einem Plus von 4,75 Prozent abschloss. Doch dieser Gewinn wurde allein am Mittwoch aufgezehrt.

Auch in Europa gaben am Mittwoch die Kurse kräftig nach. Der Deutsche Aktienindex sackte um 4,46 Prozent auf 4571,07 Punkte. Er lag damit nur noch knapp über dem Schlusskurs von 4544 Zählern vom 10. Oktober. Die Leitindizes in Brasilien und Argentinien gaben sogar an einem Tag fast um 10 Prozent nach.

AP/cpm

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