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Asiatische Börsen sacken ab

Überraschend ist die Wirtschaftsleistung der USA Ende 2012 um 0,1 Prozent gesunken. Auch für 2013 sind die Aussichten durchwachsen. Die asiatischen Börsen reagieren heftig.

Wachstumsaussichten sind durchwachsen: Frachter am Hafen von Los Angeles.
Wachstumsaussichten sind durchwachsen: Frachter am Hafen von Los Angeles.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA haben die asiatischen Börsen heute auf Talfahrt geschickt. Nachdem das Wirtschaftsministerium in Washington am Vorabend überraschend negative Quartalszahlen vorgelegt und die Fed der weltgrössten Volkswirtschaft eine Wachstumspause attestiert hatte, gaben die Börsenkurse in Fernost spürbar nach.

Der Nikkei-Index und der Hang-Seng-Index in Hongkong fielen jeweils um 0,5 Prozent auf 11.063,90 beziehungsweise 23.716,47 Punkte. Auch der südkoreanische Kospi-Index und der australische S&P/ASX 200 sowie andere Referenzwerte in Taiwan und Malaysia gaben nach.

Dämpfer für US-Konkuntur

Die US-Konjunktur hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres seit Jahren erstmals wieder einen Dämpfer hinnehmen müssen. In der Zeit von Oktober bis Dezember 2012 sank die Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent, wie das Wirtschaftsministerium mitteilt. Das ist im Vergleich zum Plus von 3,6 Prozent im dritten Quartal ein drastischer Rückgang und zudem der erste in mehr als drei Jahren.

Die Entwicklung dürfte Sorge aufkommen lassen, ob die Wirtschaft der Vereinigten Staaten die drohende Kürzung der Staatsausgaben und die im Januar beschlossenen Steuererhöhungen überhaupt verkraften kann.

Der Rückgang könnte aber auch auf einmalige Faktoren zurückzuführen sein. So hatten unter anderem Ausgabenkürzungen der Regierung für ein Konjunktureinbruch von 2,6 Prozentpunkten gesorgt. Allerdings hatte das Wirtschaftsministerium auch eine positive Nachricht parat: Im Gesamtjahr 2012 wuchs die Wirtschaft um 2,2 Prozent - im Vorjahr waren es noch 1,8 Prozent.

Gute Aussichten für die Eurozone

Gut sieht es in der Eurozone auf. Das Geschäftsklima hat sich im Januar den dritten Monat in Folge aufgehellt. Das Barometer kletterte um 1,4 auf 89,2 Punkte, teilte die EU-Kommission heute in Brüssel mit.

Das separat ermittelte Barometer für die Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern kletterte ebenfalls zum dritten Mal in Folge, und zwar von minus 1,11 auf minus 1,09 Punkte. In allen Branchen erhielt das Lager der Optimisten Zulauf, ebenso bei den Verbrauchern.

Die Daten nähren die Hoffnung, dass die Eurozone den konjunkturellen Tiefpunkt erreicht hat. Im dritten Quartal war das Bruttoinlandprodukt um 0,1 Prozent geschrumpft. Im vierten Quartal wird ein noch stärkerer Rückgang erwartet. Die Daten werden Mitte Februar veröffentlicht.

sda/dapd/wid/bru/chk

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