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Apple produziert die iWatch ab Juli

Insider packen aus: Apple soll seine langerwartete Hightech-Uhr im Oktober auf den Markt bringen. Viele Experten trauen dem Konzern zu, diesen Markt zu revolutionieren. Swatch bringt sich nun in Stellung.

Das digitale Armband als Studie: Futuristisches iWatch-Konzept des venezolanischen Designers Yrving Doveralba.
Das digitale Armband als Studie: Futuristisches iWatch-Konzept des venezolanischen Designers Yrving Doveralba.
Foto: venestudio.com

Apple bringt Insidern zufolge im Oktober seine langerwartete Hightech-Uhr auf den Markt. Die Smartwatch mit einem vermutlich 2,5 Zoll grossen, rechteckigen und leicht gekrümmten Display werde bereits im Juli in Serie gehen, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Gebaut werden soll sie von Quanta, einem taiwanischen Unternehmen. Im ersten Verkaufsjahr erwarte der US-Konzern die Auslieferung von 50 Millionen Geräten.

Die iWatch – wie der Kleincomputer heissen könnte– soll den Insidern zufolge drahtlos aufladbar sein. Sie soll ausserdem mit einem Sensor ausgestattet sein, der den Puls ihres Trägers messen kann. Der in Singapur ansässige Sensor-Hersteller Heptagon ist den Informanten zufolge einer der Zulieferer für das Gerät.

Der berührungsempfindliche Mini-Bildschirm soll von der südkoreanischen LG Display geliefert werden. Weder Quanta noch Heptagaon und LG Display wollten sich zu den Reuters-Informationen äussern. Alle drei Unternehmen arbeiten bereits mit dem kalifornischen Konzern zusammen, der den Bericht ebenfalls nicht kommentieren wollte.

Konkurrenten waren schneller

Nach dem Erfolg von iPod, iPhone und iPad ist Apple auf der Suche nach einem neuen Verkaufsschlager. Konkurrenten wie Samsung und Sony bieten bereits eine Smartwatch an – allerdings noch ohne durchschlagenden Erfolg. Die Geräte gelten als nicht nutzerfreundlich genug. Viele Experten trauen Apple zu, diesen Markt zu revolutionieren – ähnlich wie das bei den Smartphones mit dem 2007 gestarteten iPhone gelang.

Der Absatz sogenannter Wearables – eines am Körper tragbaren Computersystems – dürfte sich den IDC-Marktforschern zufolge in diesem Jahr verdreifachen. Dagegen wächst der Markt für Smartphones langsamer: IDC rechnet von 2013 bis 2018 nur noch mit einem durchschnittlichen Plus von zwölf Prozent, nachdem es im vorigen Jahr noch 39 Prozent waren.

Apple-Manager Eddy Cue hatte zuletzt die Erwartungen an neue Geräte angeheizt. Der Konzern habe die beste Produktpalette seit zwei Dekaden in Vorbereitung.

Swatch-Chef skeptisch

Der Schweizer Uhrenhersteller Swatch dürfte sich nun in Stellung bringen. Das Unternehmen hatte bereits im Mai angekündigt, «in allen Ländern, wo die Marke eingetragen ist», gegen Apple vorzugehen. Grund ist die gemäss Swatch gegebene Verwechslungsgefahr mit der iSwatch. Bereits jetzt seien alle für nötig erachteten Massnahmen ergriffen worden, um die eigene Marke iSwatch vor der iWatch zu schützen.

Gleichzeitig gibt sich Firmenchef Nick Hayek skeptisch, was die Erfolgsaussichten von intelligenten Uhren betrifft. Eine Uhr sei ein Schmuckstück. «Eine Smartwatch benötigt aber Software, und die Software erhält laufend Updates. Sie benötigen fast jedes Jahr ein neues Smartphone, weil die neue Software nach neuer Hardware verlangt. Ähnlich wäre es bei einer Smartwatch», gab Hayek in einem Interview zu bedenken.

SDA/bru

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