Zum Hauptinhalt springen

«Am Limit dessen, was die CS verträgt»

Der drohende Geldabfluss nach dem Steuerabkommen mit Deutschland lässt Urs Rohrer kalt. Mehr Respekt zeigt der CS-Vize vor einer möglichen Massnahme der Schweizer Regierung.

Die Zukunft der Schweizer Banken ist ungewiss: Die CS-Führung mit Hans Ulrich Dörig, Urs Rohner und Renato Fassbind (von links).
Die Zukunft der Schweizer Banken ist ungewiss: Die CS-Führung mit Hans Ulrich Dörig, Urs Rohner und Renato Fassbind (von links).
Keystone

Das geplante Steuerabkommen mit Deutschland hat nach Ansicht des CS-Vizepräsidenten Urs Rohner «keine grossen Auswirkungen» für die Grossbank. Wie hoch die Abgeltungssteuern sein werden und wie viel Geldabfluss zu befürchten ist, sei aber noch schwer zu sagen, sagte er in einem Radiointerview.

Die Credit Suisse wisse zwar, wie viele ihrer Kunden aus Deutschland stammten, sagte Urs Rohner in der «Samstagsrundschau» auf Schweizer Radio SR. «Wir wissen aber nicht, wie viele Kunden unter die Regelung fallen und davon Gebrauch machen werden.» Er rechne jedoch nicht mit einer «materiell relevanten Grösse».

Zu möglichen Abzügen von Kundengeldern auf andere Bankenplätze wie etwa Singapur äusserte sich Rohner nicht direkt. Es seien erst Eckpunkte des Abkommens bekannt. Urs Rohner ist derzeit Vizepräsident der CS. Im April 2011 soll er Verwaltungsratspräsident der Grossbank werden.

Schweiz als Vorbild

In den geplanten schärferen Anforderungen an systemrelevante Banken in der Schweiz sieht Rohner eine globale Vorbildfunktion: Er gehe davon aus, dass weltweit alle systemrelevanten Banken mindestens so viele Eigenmittel halten müssten, wie es die Schweizer Regelung vorsehe.

Das Parlament dürfte im kommenden Jahr über die Schweizer Regeln befinden. Eine Kommission, der auch Rohner als CS-Vertreter angehörte, schlägt vor, dass die CS und UBS ihre Aktiven mit 10 Prozent «hartem Eigenkapital» unterlegen müssen. Für «normale» Banken sieht der internationale Regulierungsstandard nur 7 Prozent vor.

Rohner bekräftigte die Haltung, dass «10 Prozent hartes Eigenkapital das Limit dessen seien, was eine Grossbank wie die CS verkraften kann, damit sie im internationalen Wettbewerb bestehen kann», so der CS-Vize. Das Gesamtpaket sei jedoch «vernünftig». Er wies zudem darauf hin, dass die CS ihre Risiken bereits reduziert habe.

SDA/mrs

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch